Frauen e-Sport

Frauen im Esport: Vorbilder in einer männerdominierten Szene

Esport ist ein Feld, in dem Männer eher im Vordergrund stehen. Ein paar erfolgreiche Frauen gibt es aber dennoch, welche ihr Können am Bildschirm immer wieder beweisen konnten und noch immer können. Für beide Geschlechter gilt: Zum Profi zu werden, ist gar nicht so einfach. Wer es schaffen möchte, muss viel trainieren – und kann aber mit überdurchschnittlichem Gehalt vom Spielfeld gehen. Wir haben uns angesehen, welche Frauen im Esport die Nase vorn haben und wie sich eine Gruppe dafür einsetzt, für mehr Gleichberechtigung im Esport zu sorgen.

 

Gender Diversity im E-Sport

Hierbei handelt es sich um ein Komitee innerhalb des Esport-Bund Deutschland e.V. Die Mission der Mitglieder ist es, Frauen sichtbarer zu machen und diese zu stärken. Denn der Blick auf traditionelle Gender-Rollen macht auch vor dem Esport nicht Halt. Tatsächlich ernten viele Gamerinnen sexistische Kommentare, die alles andere als zeitgemäß sind.

 

Das ist nicht nur ein Problem für Gamerinnen, die bereits erfolgreich spielen. Frauen, die über eine Karriere im Esport nachdenken, werden durch diese Gegebenheiten verunsichert. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind sich einig: Frauen werden noch immer viel zu selten als Vorbilder im Esport gesehen. Das soll sich ändern – und immerhin gibt es bereits ein paar sehr erfolgreiche Spielerinnen, welche sich entgegen aller Klischees im Gaming-Bereich behaupten konnten und damit eine Inspiration für viele Frauen sind.

 

Drei Frauen, die die männerdominierte Esport-Welt aufmischen

Es gibt verschiedene weibliche Urgesteine wie auch Newcomer, die sich in der Szene einen Namen machen konnten. Zu den Spielerinnen, die schon länger mit dabei sein, gehört Kat „Mystik“ Gunn. Wer sich ein wenig mit dem Esport auskennt, der ist über den Namen „Mystik“ vielleicht bereits gestolpert. Schon im Jahr 2006 professionalisierte sie sich und war Teil der World Cyber Games. Es gelang ihr schnell, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Auch im darauffolgenden Jahr war sie aktiv, es folgten weitere Turniere. Schließlich landete Kat im Jahr 2010 sogar bei einer Reality-TV-Show, was ihr erneut eine hohe Gage einbrachte. Dem Esport hat sie bis heute nicht den Rücken zugewandt und ist mittlerweile auch eine bekannte Streamerin. Auch auf ihrem Instagram-Kanal präsentiert sie sich als professionelle Gamerin und hat dort über 46 Tausend Follower.

 

Ein weiterer Name, der in der Szene mittlerweile vielen ein Begriff ist, ist Liu Xiaomeng – auch bekannt als „Liooon“. Sie hat es geschafft, die Hearthstone Grandmasters Finals für sich zu entscheiden. Auch sie hat im Laufe ihrer Karriere mit vielen Vorurteilen zu kämpfen gehabt. Als sie das erste Mal an einem Turnier teilnehmen wollte und sich in der Schlange anstellte, wurde sie diskriminiert. Man sagte ihr, sie habe hier in der Schlange nichts zu suchen, weil sie ein Mädchen sei. Mittlerweile dürfte es der jungen Frau aber gelungen sein, sich gegen die Männer zu behaupten. Sie konnte viele Male beweisen, wie erfolgreich Frauen in der Gamer-Szene sein können. Dass sie dabei eine Inspiration für andere Frauen sein möchte, kommuniziert die Esportlerin ganz deutlich. Ihr ist es wichtig, dass Mädchen an ihren Traum glauben und sich nicht unterkriegen lassen.

 

Kommen wir nun als nächstes zu Sasha Hostyn, die unter dem Namen „Scarlett“ spielt. Die junge Frau kommt aus Kanada und brachte sich das erste Mal im Jahr 2012 ins Gespräch. Sie nahm an einem Turnier in Las Vegas teil – und zwar mit großem Erfolg. Es gelang ihr, die Konkurrenz in den Schatten zu stellen. Das öffnete ihr die Türen zu einer Profi-Karriere, von der alle Frauen in der Szene träumen: In den nächsten Jahren konnte die Kanadierin viele Turniere für sich entscheiden. Sie hatte sich auf StarCraft spezialisiert, ein Game, das eigentlich von Koreanern beherrscht wird. So jedenfalls sagt man. Das bescherte Sasha Hostyn den Ruf als „korean kryptonite“, denn sie war in dem Spiel ebenfalls sehr erfolgreich. Schließlich entschied sie sich für eine Pause, bis sie dann im Jahr 2018 zurückkehrte. Das Comeback gelang: Sie war Teilnehmerin bei den olympischen Winterspielen und durfte einen Titel mit nach Hause nehmen, den vor ihr noch keine Frau gewonnen hatte.

 

Vor den Frauen liegt noch ein weiter Weg

Nicht nur haben Frauen in der Gamer-Szene mit Vorurteilen und sexistischen Kommentaren zu kämpfen. Auch strukturelle Diskriminierung trägt dazu bei, dass viele Frauen keine Chance haben, in der Szene Karriere zu machen. Dabei boomt der Esport. Nicht nur die Preisgelder sind hoch, auch das Interesse an den Turnieren. Große Events werden millionenfach gestreamt. Sogar Sportwetten, wie man sie sonst eher bei Fußball und Co. kennt, können abgeschlossen werden. Wer hohe Einsätze macht, kann sich bei einer erfolgreichen Wette auch über eine hohe Auszahlung im Online Casino mit Paysafecard oder anderen Zahlungsmethoden freuen. Online Casinos, die ihrerseits ebenfalls Milliardenumsätze generieren, wissen um die Wichtigkeit des Esports und haben diesen längst in ihr Wettangebot integriert.

 

Es ist also verständlich, dass auch Frauen in der Szene gesehen und anerkannt werden möchten. Hier gibt es aber noch ein anderes Problem, das Frauen daran hindert, denn Anfeindungen sind nicht alles: Frauen ist es nicht untersagt, Teil der großen und bekannten Teams zu werden. Denn im Vergleich zu anderen Sportarten wird nicht zwischen den Geschlechtern getrennt. In der Realität gibt es aber wenig gemischte Teams. Insider wissen, woran das liegt: Professionelle Teams leben oft zusammen, damit das gemeinsame Training leichter fällt. Die Manager, die für die Teams zuständig sind, sprechen sich aber häufig gegen gemischte Teams aus. Denn das könne für Ablenkungen sorgen, die man strikt vermeiden wolle. Gerade im Teenageralter sei es laut einiger Manager zu heikel, Mädchen und Jungen gemeinsam in einem Team zu trainieren. Betrachtet man diese Einstellung, so ist es wenig verwunderlich, dass Frauen es nur selten in Profi-Teams schaffen.

 

Fazit: In der Szene muss sich etwas ändern

Es gibt bereits einige erfolgreiche Frauen, die vorleben, wie man sich in der männerdominierten Szene behauptet. Entweder schafft man es in ein rein weibliches Team oder beißt sich im Alleingang durch. Drei erfolgreiche Esportlerinnen haben wir in diesem Artikel vorgestellt, weitere bekannte Namen sind Stephanie Harvey (missharvey) oder Julian Kiran (juliano), die beide Counter-Strike spielen. Und dann wäre da noch Tang Kayun (Eloise), welche beim Kartenspiel Hearthstone Erfolge feiern durfte. Es gibt sie also, die Vorbilder, die anderen jungen Frauen Mut machen. Wir hoffen, dass die Szene in Zukunft noch diverser wird und Frauen und Männer endlich gleichgestellt werden. Doch dabei ist es nicht nur an den Frauen, Durchhaltevermögen zu beweisen. Auch Männer müssen ihre Sichtweise überdenken und aktiv eine vielfältigere Gaming-Welt mitgestalten.

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