Laufband

Joggen und Zocken auf dem Laufband

Gamer, die sich gerne sportlich betätigen würde, doch den erhältlichen Tanz- und Fitness-Games nichts abgewinnen können, haben auch andere Möglichkeiten. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag verraten, wie ein Laufband als Controller in Videospielen verwendet werden kann, was man unter dem Begriff TreadGaming versteht und wie eSportler mit einem VR-Laufband die eigene Fitness deutlich verbessern können.

 

Laufband als Videospiel-Controller

Wer schon immer davon geträumt hat, selbst in der Welt seines Lieblingsspiels herumzulaufen, der kann das in der heutigen Zeit wirklich tun. Das bewies erst kürzlich der YouTuber Allan Pan, der ein herkömmliches Laufband zu einem Controller umfunktionierte, um sich in der Welt von Death Stranding umherzubewegen. Zu diesem Zweck stattete Pan ein Laufband mit Sensoren aus, über die Impulse an eine Playstation 4 gesendet werden. Das ist deutlich günstiger und man benötigt weniger Platz als für die zumeist äußerst sperrigen 360-Grad-Laufinseln, die von einigen Herstellern ebenfalls angeboten werden.

TreadGaming

Spiele in der virtuellen Realität auf einem Laufband zu erleben, kann der Immersion mitunter deutlich verstärken. Zwar gibt es mit den erhältlichen 360-Grad Laufinseln bereits eine Möglichkeit, um sich in VR umherzubewegen, doch diese sind nicht nur ziemlich teuer, sondern benötigen auch eine Menge Platz.

Allerdings können auch herkömmliche Trainingsgeräte, selbst wenn diese bereits seit Jahren nicht genutzt werden, mithilfe von TreadGaming in Videospielen verwenden. Zu diesem Zweck wird lediglich ein kleines Gerät benötigt, welches an einem Laufband platziert wird. Im Anschluss an den Kalibrierungsprozess kann es dann auch schon losgehen und besonders Spiele aus der Ego-Perspektive profitieren sehr stark von den Möglichkeiten im Bereich des TreadGaming.

Die Idee zu TreadGaming stammt von dem Entwickler Daniel Åkesso, der sich seine Idee mithilfe von Crowdfunding finanzieren konnte und unter Umständen großen Anteil daran haben könnte, dass in der Zukunft jedes Fitnessgerät als Controller in Videospielen genutzt werden kann.

 

VR-Laufband

Auch das Omni-Laufband des Herstellers Virtuix wurde über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert und mit rund zweijähriger Verspätung im Jahr 2016 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Laufband, welches auf den ersten Blick ein wenig an eine Laufhilfe für Kleinkinder entwickelt, allerdings deutlich mehr zu bieten hat. Denn aufgrund der Tatsache, dass sich der Spieler auf dem Laufband in alle Richtungen bewegen kann und selbst Schritte zur Seite übertragen werden können,

Fitness für den eSport

Kritiker des eSports werden nicht müde zu betonen, dass es sich dabei nicht um eine richtige Sportart handelt. Doch dank der neuartigen VR-Laufbänder lässt sich dieser Punkt mittlerweile spielend entkräften. Denn auf diese Weise werden eSportler während der Wettkämpfe auch körperlich gefordert, wofür bereits ganz VR-Arenen existieren, die sich leicht transportieren lassen.

Auf einer Plattform von Virtuix können die Spieler momentan aus 18 Spielen wählen und in monatlichen Turnieren um Preisgelder in Höhe von 50.000 US-Dollar jährlich spielen. Laut Aussagen des Entwicklers wurden bislang rund 3000 Einheiten des Omni-Laufbandes verkauft und seit der Veröffentlichung des Systems im Jahr 2016 wurde das Laufband von den Nutzern bereits über eine halbe Million Mal verwendet.

Trainieren wie die Profis

Zwar macht die körperliche Anstrengung beim eSport nur einen kleinen Teil der physischen Aktivitäten während eines Spiels aus, doch dafür benötigen Spieler in Titeln wie FIFA, League of Legends oder DotA2 äußerst schnelle Reaktionen und eine gute Hand-Augen-Koordination.

Um auf hohem Niveau bestehen zu können, trainieren eSportler auch ihren Körper regelmäßig, vor allem die Ausdauer. Denn wem es nicht schwerfällt, 10 Kilometer laufen, 30 Kilometer Radfahren oder 500 Meter zu schwimmen, der kann sich auch vor dem Bildschirm besser konzentrieren.

Aus diesem Grund erinnert das Trainingspensum professioneller eSportler zumeist an das Pensum ambitionierter Hobbysportler, wodurch der Vorwurf, eSportler würden sich nicht genug bewegen, widerlegt wird.

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