Pachinko

Pachinko: Das nationale japanische Glücksspiel

Haben Sie schonmal etwas von Pachinko gehört? Pachinko ist ein Glücksspiel, das vor allem in Japan populär ist. Es zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Es handelt sich um eine Mixtur aus einem herkömmlichen Geldspielautomaten und einem Arcade-Game. In Japan sind die Automaten unfassbar populär, und zwar aus einem sehr einleuchtenden Grund: Spielcasinos sind in Japan verboten, aber das Pachinko-Spiel ist legal.

Was genau ist Pachinko und wie wird es gespielt?

Pachinko ist ein Automatenspiel. Da Casinos in Japan verboten sind, gibt es Orte, an denen man ausschließlich Pachinko spielen kann: Sogenannte Pachinko-Hallen. Dort findet man die Automaten reihenweise nebeneinander.

Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg gab es die ersten Spiele, die rein mechanisch dem heute bekannten Pachinko-Spiel ähneln. Aktuell kann man sich die Pachinko-Automaten so vorstellen: Elektronische Elemente werden mit manuellen Elementen vermischt, bei denen eine Kugel gelenkt werden muss – ganz so, wie man es von alten Geschicklichkeitsspielen wie „Flipper“ kennt. Tatsächlich gibt es mittlerweile aber auch sogenannte Pachinko-Slots: Dies sind Automaten, wie wir sie von unseren westlichen Casinos kennen, auf denen man allerdings ausschließlich Pachinko spielen kann – aber eben eine komplett digitale Version des Spiels.

Die Spielregeln sind verhältnismäßig einfach zu verstehen. Zunächst muss der Spieler Metallkugeln erwerben – diese sind sozusagen das Äquivalent zu Casinochips, wie wir sie kennen. Normalerweise kauft ein Spieler direkt Hunderte oder Tausende der kleinen Kügelchen auf einen Schlag. Die Kugeln werden dann vom Spieler oben in den Automaten hineingefüllt. Dann kann das Spiel beginnen: Der Spieler kann mithilfe von Hebeln oder Knöpfen selbst bestimmen, wie schnell die Kugeln auf das Spielfeld schießen. Dort angekommen wartet ein wahrer Hindernislauf auf sie: Die Kugeln werden auf ihrem Weg nach unten von Klappen und anderen Blockaden aufgehalten – auch hier können Sie sich einen alten Flipperautomaten vorstellen. Unten kommen sie entweder als Niete an oder fallen in eines der speziellen Löcher, die Gewinne versprechen.

Die Gewinne können in verschiedenen Formen auftreten:

  • Weitere Kugeln (Freispiele)
  • Die Hindernisse verändern sich und die Wahrscheinlichkeit für Gewinne steigt (Bonusrunden)
  • Der Gewinn-Mechanismus wird ausgelöst und eine bestimmte Menge an Kugeln wird ausgegeben (Jackpot/Gewinnkombination)

Wie Sie sehen, ähneln die Gewinnmöglichkeiten denen, die wir auch von unseren in Europa beliebten Automatenspielen und Slotmaschinen kennen – zumindest gibt es immer ein Äquivalent. Wenn ein Spieler Glück hat und eine kleinere Menge an weiteren Kugeln gewinnt, die er einsetzen kann, kommt das ungefähr den Freispielen gleich, die wir an Slots gewinnen können. Manche Löcher, in denen die Kugeln verschwinden können, bewirken, dass sich das Design des Hindernislaufs bzw. des sogenannten „Labyrinths“ ändert, das die Metallkugeln auf ihrem Weg nach unten durchlaufen müssen. Dabei verändert sich die Struktur so, dass es für die Kugeln einfacher wird, den Weg in eines der gewinnbringenden Löcher zu finden. Das erinnert an Bonusrunden, auf die wir – wenn wir Glück haben – oft bei Slotautomaten treffen: Auch diese sind meistens eine Modifikation des Hauptspiels, bei der die Gewinnchancen zugunsten des Spielers angepasst werden.

Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit eines klassischen Gewinns: Hierbei wird eine Funktion im Automaten ausgelöst, die dafür sorgt, dass eine größere Menge an Kugeln herausfließt. Das Triggern der Gewinnfunktion setzt eine beträchtliche Anzahl an Metallkugeln frei, die sich jedoch von Runde zu Runde unterscheiden kann. Dies kann entweder mit den Gewinnkombinationen verglichen werden, die wir bei den westlich geprägten Automatenspielen zum Beispiel von Walzenslots kennen und die – je nach Glück – auch schonmal ordentlich die Kasse klingeln lassen, oder aber – wenn es sich um einen besonders großen Gewinn handelt – sogar mit einem Jackpot.

Pachinko

Kann man mit Pachinko echtes Geld gewinnen?

So viel Spaß Pachinko auch macht – kostenlos ist es nicht. Die Kügelchen, die zum Spielen notwendig sind, müssen vorab vom Spieler gekauft werden. Von daher ist die Frage, ob man seine Investition auch wieder zurückgewinnen oder sogar Profit machen kann, durchaus berechtigt.

Die gewonnenen Metallkugeln können am Ende des Spiels tatsächlich, ähnlich wie im Casino die Chips, vom Spieler wieder eingetauscht werden – allerdings nicht in echtes Geld, sondern nur in Sachpreise. In Japan sind Geldgewinne nämlich, genau wie Glücksspiele, verboten. Die Sachpreise dürfen zudem einen Wert von 10.000 Yen nicht übersteigen – das sind umgerechnet ungefähr 74 Euro. Meistens handelt es sich hierbei um Parfüm oder Kleinigkeiten wie Stofftiere oder Feuerzeuge. Das bedeutet jedoch nicht, dass man nicht mit einem Plus aus ein paar Runden Pachinko hervorgehen kann. Die Anbieter des beliebten Spiels haben sich nämlich zwei geschickte Methoden ausgedacht, mit denen die Spieler im Prinzip echtes Geld gewinnen können, ohne das Geldspielverbot zu umgehen:

  1. Zu den Sachpreisen gehören auch Feingoldbarren, die gerade so viel wert sind, dass sie den gesetzlichen Betrag von 10.000 Yen nicht übersteigen. Sobald ein Spieler genügend Metallkugeln angesammelt hat, kann er diese beliebig oft gegen die Feingoldbarren eintauschen. Feingold lässt sich gut weiterverkaufen, sodass der Spieler am Ende doch einen Geldgewinn in der Hand hält.
  2. Es ist üblich, dass sich in der Nähe von Pachinko-Hallen einige Buden oder Geschäfte befinden, wo die Sachpreise, die man in der Halle gewinnen kann, wiederum verkauft bzw. gegen echtes Geld eingetauscht werden können. Auch wenn die Goldbarren hier natürlich sehr gefragt sind, nehmen die Ankäufer in der Regel auch andere der Sachpreise entgegen. Durch die Aufteilung des Gewinnprozesses in zwei Schritte – beim Pachinko kann man nur Sachpreise gewinnen, und an anderer Stelle können die Sachpreise gegen Geld eingetauscht werden – umgeht die Industrie das in Japan geltende Verbot von Geldgewinnen. Zur Absicherung befindet sich in den entsprechenden Buden oder Geschäften sogar oft ein Sichtschutz, sodass An- und Verkäufer sich gegenseitig nicht sehen oder erkennen können. Das erhöht den Schutz beider Parteien.

Insofern kann man eigentlich festhalten, dass Spieler mit Pachinko sehr wohl echtes Geld gewinnen können – wenn auch dafür ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden muss.

Wieso ist Pachinko in Japan legal, aber Glücksspiele nicht?

Die Antwort auf diese Frage ist überraschend einfach: Pachinko gilt in Japan nicht als Glücksspiel, und daher ist es auch nicht vom Glücksspielverbot betroffen und somit legal. Doch wieso gilt Pachinko nicht als Glücksspiel? Zugegeben – das Spiel unterliegt zu einem großen Anteil dem Zufall und somit dem Glück. Der Spieler muss jedoch selbst eine Mechanik anwenden, um die Kugeln aufs Spielfeld zu schießen, wobei es verschiedene Möglichkeiten und Techniken gibt. Diese beeinflussen zum Beispiel die Geschwindigkeit der Kugeln. Aus diesem Grund gilt Pachinko in Japan als Geschicklichkeitsspiel und nicht als Glücksspiel.

Wir finden diese Argumentation ein wenig lückenhaft – schließlich verfügen Pachinko-Automaten nicht einmal, wie wir es von Flipperautomaten kennen, über Hebel an den Seiten, mit denen der Weg der Kugeln gesteuert werden kann. Sobald der Spieler die Kugeln ins Spielfeld befördert hat, ist alles Weitere dem Zufall überlassen. Bei uns im Westen würde Pachinko von daher vermutlich eher als Glücksspiel und weniger als Geschicklichkeitsspiel angesehen werden.

Dies spielt für Japan jedoch keine Rolle. Auch das Verbot von Geldgewinnen wird geschickt damit umgangen, dass beim Pachinko-Spiel an sich nur Sachgewinne erhältlich sind, die dann an anderer Stelle gegen Geld eingetauscht werden können. Es gibt also objektiv betrachtet keinen Grund dafür, Pachinko zu verbieten – aus diesem Grund ist es legal, während andere Glücksspiele in Japan weiterhin verboten bleiben.

Pachinko

Die wirtschaftliche Bedeutung von Pachinko

Ein Grund dafür, weshalb die japanische Regierung möglicherweise nicht ganz so genau unter die Lupe nimmt, ob Pachinko vielleicht doch ein Glücksspiel ist, könnte die wirtschaftliche Bedeutung des Spiels sein. Pachinko ist in Japan wahnsinnig beliebt: Viele Millionen Menschen finden sich regelmäßig in Pachinko-Hallen wieder und bringen damit natürlich eine Menge Geld in Umlauf. Außerdem würde ein Verbot des Spiels bei den Japanern vermutlich für eine große Unzufriedenheit sorgen, da bereits alle anderen Glücksspiele verboten sind. Aus diesem Grund liegt ein Aufrechterhalten der Pachinko-Kultur durchaus im Interesse der japanischen Regierung.

Lust auf echte Glücksspiele?

Wir finden das Prinzip von Pachinko sehr spannend und würden es gern einmal selbst ausprobieren. Unser Spielerherz wäre damit jedoch nicht vollends zufrieden – einerseits ist Pachinko nur ein einziges Spiel ohne viel Variation und andererseits gibt es keine direkte Möglichkeit, echtes Geld einzusetzen. Wir halten uns daher lieber an echte Glücksspiele und wenn es Ihnen ähnlich geht, haben wir direkt die perfekte Anlaufsstelle für Sie: Die Novoline Spiele bieten Ihnen die praktische Gelegenheit, eine große Auswahl an Automatenspielen kostenlos zu spielen. Der Softwarehersteller Novoline ist einer der bekanntesten und bewährtesten Anbieter auf dem Markt, weshalb sie damit nichts falsch machen können. Auf unserer Internetseite haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen in Kürze zusammengefasst und dazu steht eine Übersicht aller Novoline Slots zu Ihrer Verfügung, sodass Sie direkt starten können – kostenfrei und ohne Risiko!

Fazit

Pachinko ist ein spaßiges Spiel, das Flipper-Elemente mit modernen und digitalen Funktionen sowie Geschick mit dem Glücksfaktor kombiniert. Dennoch würde es sich bei uns in Deutschland vermutlich nicht an so hoher Beliebtheit erfreuen wie in Japan – aus dem einfachen Grund, dass wir hier eine riesige Auswahl an Glücksspielen haben, die es in Japan schlichtweg nicht gibt. Trotzdem ist ein Abstecher in die östliche Kultur immer spannend und wir als Spieler freuen uns natürlich auch ein wenig darüber, dass die Glücksspielszene in Japan mit kleinen Umwegen doch auch ihre Nische gefunden hat – auch wenn wir froh darüber sind, dass wir hier in Deutschland so frei spielen können.

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