[Preview] The Universim - Die Macht des Schaffens

[Preview] The Universim – Die Macht des Schaffens

Wer ernennt mich zu Gott und was kostet mich das?

Bei The Universim handelt es sich um ein Aufbauspiel bei dem der Spieler in die Rolle eines Gottes schlüpft, der Feuer, Blitze, Stürme und ähnliche Bedrohungen herauf beschwören kann oder seine göttliche Macht dazu nutzen kann seinen Jüngern unter die Arme zu greifen.

Im April 2014 wurde für das Spiel eine Kickstarter Kampagne gestartet das Ziel von $320,000 wurde mit $387,345 leicht übertroffen. Im Juni 2015 wurden die ersten Szenen des Spiels auf der E3 vorgestellt. Seitdem gab es immer mal wieder kleinere und größere Updates.

Seit 28. August 2018 ist das Spiel als Early Access in Steam und auf GOG erhältlich. Außerdem kann man das Spiel in verschiedenen Editionen direkt auf der Webseite des Studios beziehen. Diese Editionen gibt es ausschließlich über den Crytivio eigenen Shop zu erwerben.

Die Preise reichen von $30 (Coelacanth) für Alpha- und Betazugang sowie dem Vollpreistitel bei Veröffentlichung über $60 (Dimetrodon) für Alpha- und Betazugang sowie dem Vollpreistitel bei Veröffentlichung zuzüglich Soundtrack, Wallpapers, Artbook (PDF) und einem Digital Guide (ebenfalls PDF) bis hin zu $250 (Mammoth) für die bereits erwähnten Zugänge und digitalen Geschenke zuzüglich der namentlichen Nennung in den Credits, der Benennung eines Planten inklusive Zertifikat (PDF), außerdem erhält man Zugang zu berühmten Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Eifelturm.

The Universim

Wie würdest Du die Macht einsetzen?

Wie würdest Du die Macht einsetzen? Dies ist der übergeordnete Slogan des Spiels bzw. des Studios für den Titel. Das Spiel basiert auf Unity und ist in den folgenden Textsprachen erhältlich, die Tonausgabe ist immer Englisch:

Deutsch, Englisch, Französisch ,Spanisch – Spanien, Portugiesisch – Brasilien, Russisch, Koreanisch, Chinesisch (vereinfacht) und Chinesisch (traditionell)

Leider fehlen weite Teile der deutschen und spanischen Übersetzung noch, die anderen Sprachen beherrsche ich nicht, daher ist das Spiel zumindest für mich bisher eigentlich nur auf Englisch tatsächlich spielbar.

Das Spiel beginnt damit, dass wir auf einem zufällig generierten Planeten zunächst den Evolutionsturm platzieren müssen. Der Ort muss wohl überlegt sein, da man Ressourcen wie Nahrung, Wasser, Holz und Steine benötigt um seinen als Nuggets bezeichneten Völkchen Unterschlupf und Arbeitsplätze zu gewähren. Ist der Turm platziert, erscheinen Adahy und Elu die ersten Nuggets. In kleineren Hinweisen die eine Art Tutorial darstellen, erhält man kleinere Aufgaben. Man muss z.B. Adahy und Elu als Armor verkuppeln oder per Telekinese deren Kindern beim Hausbau helfen. Absolviert man diese Aufgaben erfolgreich werden die Nuggets zu Gläubigen diesen steigert die Ansammlung von göttlicher Macht, im Spiel Creatorpoints genannt.

Zu Anfang sind viele Bauoptionen gesperrt. Diese müssen mittels Forschung freigeschaltet werden.

Darunter z.B. das Wasserloch bzw. der Brunnen. Denn nur von diesem können Nuggets ohne zu erkranken trinken. Sollte ein Nugget doch mal vom See getrunken haben, können wir ihn unter Verwendung der Creator Points heilen, solange wir das Krankenhaus noch nicht erforscht haben. Wichtig ist auch der Bau des Archivs, denn ohne dieses und einem zugewiesenen Nugget als Arbeitskraft kann man nicht Speichern. Man kann jeweils fünf zu erforschende Techniken in die Wartschlange packen. Der Forschungsbaum ist wie bei jedem anderen Spiel auch ein Zweig an möglichen Optionen, manche davon setzen andere voraus. Bei anderen wiederum kann es nötig sein, dass wir einem Nugget bei etwas geholfen haben. Z.B. der Entdeckung von Elektrizität hierfür müssen wir Blitze beobachten bzw. welche mit Hilfe der CreatorPoints erschaffen.

Durch die Implementierung von Jahreszeiten muss dies aber sehr gut überlegt sein. Denn im Winter tragen z.B. die Sträucher in der Umgebung keine Früchte und der See mit unserem Fischerkai ist gefroren. Das heißt man hat im schlechtesten Fall keine Nahrung zum Überwintern und das Spiel ist schneller rum als gedacht.

Auch hier kann man mit seinen göttlichen Kräften intervenieren und die Nuggets heilen. Die Kräfte sind aber wie bereits erwähnt an die CreatorPoints gebunden. Geben wir zu viel davon für unnötiges aus, haben wir eventuell keine mehr um Nuggets per Telekinese vor Wölfen zu retten oder sie bei Nahrungsmangel am Leben zu erhalten.

Im Laufe der Zeit entwickeln die kleinen Racker quasi ihren eigenen Willen und damit Buffs oder Debuffs, so kann es z.B. sein, dass ein Nugget faul wird und deshalb weniger arbeitet oder aber er wird zum Workaholic und arbeitet in der Folge mehr. Außerdem muss man behutsam mit seiner Macht umgehen. Es gibt zwei Möglichkeiten wie Nuggets die an einen glauben dies zum Ausdruck bringen. Zum einen mit Liebe und zum anderen mit Furcht. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Fürchten sich unsere Anhänger vor uns, bekommen wir mehr Punkte wenn wir einen von ihnen opfern. Lieben sie uns hingegen erhalten wir weniger Punkte bei einer Opferung, aber die Regenation über Zeit ist erhöht.

Des Weiteren entstehen nach gewisser Zeit weitere Kolonien anderer Nugget Spezies. Diese können aggressiv, neutral oder freundlich sein. Bisher konnte ich noch nicht herausfinden, wie man dies aktiv beeinflussen kann. Hin und wieder treten diese Völker an einen heran und bitten um Ressourcen. Wenn man diesem nachkommt bzw. seine Nuggets dazu ermutigt dem nachzugeben. Hatte dies bisher immer eine Verbesserung der Beziehungen zu folge. Wie man solche diplomatischen Austausche forcieren kann, konnte ich aber wie bereits erwähnt noch nicht eruieren.

Ab und an wird ein Oberhaupt gewählt. Hier kann man wie bei den diplomatischen Ereignissen seine Nuggets ebenfalls etwas beeinflussen um für den Vertreter zu stimmen, dessen Boni man gerne hätte.

Zur Auswahl stehen z.B. -15% Auf die Chance von Unfällen und damit weniger Verletzungen, 15% mehr CreatorPoint und -30% Forschungsrate oder +25 Wassernachfüllrate, dafür doppelte Abnutzung der Wassergebäude.

Grafik & Ton

Generell ist das Spiel für eine Alphaversion sehr weit, die Grafik ist durchaus okay, die kleinen Figürchen sehr liebevoll gestaltet. Das Spiel wirkt dadurch, dass man den Nuggets bei den meisten Tätigkeiten zusehen kann sehr lebendig. Potisitv finde ich, dass ich mir um die Behausung keine Gedanken machen brauche. Die kleinen Frechdachse bauen ihr Haus, sofern benötigt, einfach an einen freien Platz. Sollte man den Platz später selbst benötigen ist das kein Problem. Man baut die Farm z.B. einfach über die Häuser, diese werden dann automatisch abgerissen und der Eigentümer sucht sich einen anderen Platz. Meiner bisherigen Erfahrung nach ohne Malus.

Die Vertonung ist toll, sowohl die musikalische Untermalung die mit ruhigen, sanften Klängen das Spiel eher unterschwellig begleiten, als auch der Sprecher, der hin und wieder Tipps von sich gibt oder lustige Kommentare, wenn man z.B. an einer Hütte vorbeifliegt in der die Nuggets gerade ein Babynugget produzieren. Hier ist schade, dass es nur englischen Audiokommentar geben wird. Spieler mit keinen bis wenig Englischkenntnissen können den Part nicht erleben.

Fazit

Das Spiel hat trotz seines Alpha Status bereits eine Menge Inhalt. Wird aber leider recht schnell eintönig und langweilig, weil man doch nur wartet bis ein Gebäude oder ein Forschungsauftrag fertiggestellt wird. Die Vertonung und Grafik sind meiner Meinung nach durchaus ansprechend, das Gameplay wirkt an sich durchdacht und gut strukturiert. Allerdings krankt es etwas an Balance und Herausforderung. Ist der erste Winter überstanden, ist der weitere Spielverlauf üblicherweise kein Problem mehr. Die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad anzupassen konnte ich bisher nicht entdecken.

Alles in allem, ist das Spiel aktuell nur etwas für Leute die gerne Gott spielen möchten und ca. 25€ zum Verpulvern haben. Oder die $250 zu viel haben und unbedingt mal in den Credits eines Spieles stehen wollen. Crytivio wirbt damit, dass es keine Mikrotransaktionen und kostenpflichtigen DLCs geben wird. Ob man dies so einhalten kann bleibt abzuwarten, aber es wäre eine gelungene Abwechslung zu den meisten anderen Titel die Aktuell und in Zukunft gespielt/gekauft werden wollen.

 

 

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The Universim

$30 - $250
6.8

Grafik

7.0/10

Sound

7.0/10

Gameplay

7.0/10

Umfang

6.5/10

Spielspaß

6.5/10

Pros

  • Forschungsbaum
  • Trotz Alpha-Status schon viel Inhalt

Cons

  • Schwierigkeit nicht anpassbar
  • Eintönig, trotz vieler Inhalte
  • Balance noch sehr unausgewogen

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