Sea of Thieves

[Review] Sea of Thieves

Rare hat sich mit Sea of Thieves weit aus dem Fenster gelehnt. Vorab gab es schon einen großen Hype um dieses Xbox- und Windows-exklusive Spiel. Seit der Vorstellung auf der E3 2015 haben wir gespannt auf den Titel gewartet und nun können wir ein finales Fazit ziehen.

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Grundsätzlich wirkt die Grafik von Sea of Thieves sehr stimmig und schön.
Der Sound ist im Ganzen ebenfalls sehr stimmig. Das Meer rauscht und die Kanonen schießen so richtig tief. An der Soundkulisse kann man kaum etwas aussetzen.

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Was anfangs noch nach viel Spaß klingt, wird leider auf die Dauer, aufgrund der eintönigen Quest-Gestaltung sehr schnell langweilig. Man macht immer das Gleiche. Es gibt keine Abwechslungen bei den ganzen Missionen – vor allem beim Seelenorden. Bei den Schatzsuchern hat man wenigstens noch das bisschen Herumrätseln und auch bei der Handelsgilde hat man immer andere Waren. Aber vom Ablauf ist es immer das Gleiche. Man nimmt einen Auftrag an — fährt zur Insel — tötet Skelette, sucht Schätze oder erledigt Handelsaufträge. Es gibt keine Abwechslung. Und auch die Raids laufen immer nach demselben Schema ab.

Und mit der Zeit fragt man sich, warum man das alles macht. Für die Items, die nur optische Verbesserungen darstellen? Kein besseres Equipment, keine wirklichen Upgrades für das Schiff. Nein, nur optische Veränderungen. So hat man schnell nach ein paar Aufträgen die Lust verloren, weil mein kaum ein wirkliches Motivationsziel hat, für das es sich lohnt, einen Auftrag nach dem anderen abzuschließen.

Für einen Vollpreistitel hätte Microsoft bzw. Rare hier schon mehr Abwechslung reinbringen können bzw. müssen. Sofern Microsoft und Rare für die Zukunft keine DLC-Pläne mit einem enormen Inhaltsupgrade geplant hat, wird speziell die Langzeitmotivation sehr schnell verloren gehen. Inzwischen hat Rare zwar bestätigt, dass Sea of Thieves ein „Spiel ist, welches mit der Zeit wächst“ und auch noch neue Inhalte und Spielmechaniken spendiert bekommen wird – aber wann, wurde noch nicht verraten.

Das Spiel wurde grundsätzlich als Koop-Titel gedacht. Das merkt man auch immer wieder im Spiel. Zwar kann man auch als einsamer Pirat in See stechen, aber man merkt schnell, dass dies den Spieler nicht zum Erfolg führen wird. Viele Aufgaben – besonders beim Seelenorden – sind alleine kaum machbar. Und wenn man es geschafft hat, ist noch immer die Gefahr groß, von einem anderen Schiff abgeschossen zu werden und man alles verliert. Dass nicht einmal die Outpost als sichere Zonen angelegt wurden, lässt kleine Spielergruppen immer wieder einmal verzweifeln. Hart erkämpfte Trophäen werden kurz, nachdem man die Insel betreten hat, von anderen Piraten abgenommen. Oder andere Spieler plündern einem das Schiff, während man die Trophäen abgibt. Das trübt natürlich die Freude der Spieler enorm.

Wir haben es auch sehr schade gefunden, dass es vor allem auf den Treffpunkten trotz einiger anwesender Piraten kaum zu Interaktionen gekommen ist. Auch vermissen wir Minigames oder ähnliches, was die Spieler zur Interaktionen mit den anderen verleitet. So wird man meistens nur abgeschossen, beziehungsweise um seine Beute erleichtert.

Wie oben bereits erwähnt, gibt es zwar in der Grafik keine nennenswerten Unterscheide der Xbox Modelle. Jedoch was die Ladezeiten angeht, fallen diese bei der normalen Xbox One Varianten zum Teil erheblich höher aus.
Vor allem der Spieleinstieg nach dem Tod, beziehungsweise der erste Spieleinstig, kann schon mal länger dauern. Während es nach dem Tod des Charakters innerhalb von 30 Sekunden wieder zurück aufs Schiff geht, hängt das Spiel beim Hauptladebildschirm zum Spielstart schon mal bis zu 90 Sekunden und länger.

Auch hatten wir in unserem Test immer wieder ein paar Bugs. Kleinere, die nicht wirklich ins Gewicht fallen, übersieht man gerne mal, aber gröbere, wie zum Beispiel, dass das Inventar nicht da ist, oder die Waffe nicht mehr gewählt werden kann, trüben den Spielspaß dann schon. Vor allem, wenn man mitten in einer Mission ist und die dann erst irgendwie fertigmachen muss.

FAZIT:
Rare hat versucht, für alle ein einstiegsfreundliches Piratenspiel zu erschaffen, was auch in den Ansätzen sehr gut umgesetzt wurde. Allerdings geht dem Spiel bereits nach wenigen Stunden die Luft aus, da für einen Vollpreistitel eindeutig der entsprechende Inhalt fehlt. Zu wenig Abwechslung und keine wirklichen inhaltlichen Ziele. Das, was man sich kaufen kann, sind nur optische Verbesserungen für sein Schiff, die Ausrüstung oder Gewand. Es gibt keine wirklich nennenswerten Ziele, wie zum Beispiel ein neues Schiff, oder wirklich Möglichkeiten, sein Schiff zu Individualisieren. Was wir auch vermisst haben, waren eindeutig mehr Möglichkeiten zur Interaktion mit anderen Mitspielern.
Einzig bei der Grafik kann Sea of Thieves auch nach längerem Hinsehen noch überzeugen.

 

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Sea of Thieves

64,99
6.9

Grafik

8.5/10

Sound

7.0/10

Gameplay

6.5/10

Umfang

5.0/10

Spielspaß

7.5/10

Pros

  • Macht besonders im Koop Spaß
  • Schöne Grafik
  • Gelungene Atmosphäre

Cons

  • Noch einige Bugs
  • Keine Savezonen
  • Zu wenig Umfang
  • Wird mit der Zeit zu eintönig
  • Trotz deutscher Lokalisierung auch immer wieder englische Ausgabe und Texte

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