[Review] Shadow Tactics: Blades of the Shogun

[Review] Shadow Tactics: Blades of the Shogun

Ende letzten Jahres bereits für den PC erschienen findet Shadow Tactics: Blades of the Shogun nun auch den Weg auf die Konsole. Mit ihrem hochgelobten Stealth-Echtzeit-Taktik Projekt bedienen die Entwickler ein Genre das nicht nur auf Konsolen Seltenheitswert genießt. Jahrelang gab es keinen nennenswerten Titel mehr in einem Zweig der Echtzeitstrategie, der mit Commandos: Hinter feindlichen Linien (1998) quasi entstand. Angesiedelt im Zweiten Weltkrieg galt es mit einem zusammengestellten Team aus Spezialisten feindliche Gebiete zu durchqueren, Basen auszuspähen und hochrangige Feinde zu eliminieren. Da man sich immer gnadenlos in Unterzahl befand und die meisten Spezialisten auch um keine nennenswerte Bewaffnung verfügten war der offene Konflikt keine Option. Neben einigen Nachfolgern die das Szenario weiterführten gab es mit Desperados einen (quasi) Klon der das Spielprinzip in den Wilden Westen verlagerte und ebenso große Erfolge feiern konnte. Nun liefert das Studio Mimimi Productions Nachschub und verlagert das Szenario diesmal ins Japan des 16.Jahrhunderts, also mit Samurai, Ninjas und ganz viel schleichen.

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Wir haben uns die PS4-Version des Titels angeschaut und auf Herz und Ninja…äh, Nieren getestet. In einer 13 Missionen umfassenden Kampagne gilt es also die Fähigkeiten seiner Spezialisten optimal zu nutzen und zu kombinieren, um das jeweilige Ziel zu erreichen. Deren Zahl steigt im Laufe der Kampagne auf insgesamt fünf an. Da wären Mugen, der stämmige Samurai der Gegner (bis zu drei!) gnadenlos aus dem Weg räumen kann. Wobei auch hier klar darauf zu achten ist nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen bzw. auch die Zahl der Gegner nicht zu unterschätzen. Hayato der Ninja-Kämpfer, der sich lautlos an Gegner heranschleicht oder sie mit Shuriken aus der Ferne ausschaltet. Aiko, die in der Lage ist sich in diverse Verkleidungen zu Hüllen und einige Gifte in der Tasche hat, Yuki die tödliche Fallen legt und ihre Gegner mit ihrem Flötenspiel hineinlockt und der einbeinige Scharfschütze Takuma. Man sieht die Charaktere und deren Fähigkeiten könnten unterschiedlicher nicht sein und das macht auch das Spiel und seinen Reiz aus. Keiner kann es alleine schaffen, es gibt aber unzählige Möglichkeiten die Fähigkeiten zu nutzen um ans Ziel zu kommen.

 

Bemerkenswert ist auch die Länge der Missionen, die auch typisch ist für dieses Genre. Einige Missionen können sich schon über bis zu zwei Stunden erstrecken bis sie erfolgreich abgeschlossen sind. Es ist oft Gold wert den Gegner doch etwas länger zu beobachten, sich Laufwege einzuprägen und auch auf die Sichtbereiche zu achten. Diese werden kegelförmig anzeigt und helfen einem einzuschätzen welche Stellen der Karte ein bestimmter Gegner einsehen kann. Schließlich sind wir am erfolgreichsten wenn man uns gar nicht sieht. Sollte es doch mal zu einer Entdeckung kommen ist (meistens) noch nichts verloren, doch man sollte sich dann zügig darum kümmern einen Alarm zu verhindern. Geht doch mal eine Situation in die Hose kann uns die gelungen Schnellspeicher-Funktion aus der Patsche helfen. Diese ist sehr leicht mit Druck auf das Touchpad auszuführen und ebenso sind Savegames zügig geladen. Da darf man sich dann auch mal den Einen oder Anderen Fehler erlauben ohne eine Mission direkt gegen die Wand zu fahren.

 

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Optisch ist das Spiel recht gelungen. Man darf zwar keine Effektfeuerwerke erwarten und der Titel ist (selbst für ein Strategiespiel) keine Grafikbombe, aber die wichtigen Details stimmen. Die verschiedenen Bereiche sind sehr stimmungsvoll und authentisch gestaltet. Die Beleuchtung ist gelungen und viele Gegebenheiten wirken sich auch spieltechnisch aus. Im Schnee bleiben Fußspuren zurück (Achtung, das sieht nicht nur gut aus!) und nachts ist beispielsweise die Sichtweite eingeschränkt. Das Leveldesign ist absolut gelungen und auch ordentlich abwechslungsreich. Grafisch sind gegenüber der PC-Version auch keine großen Unterschiede zu bemerken.

 

Bei einer Portierung eines ursprünglichen PC-Titels ist aber ein weiterer Punkt besonders wichtig und kann über Sieg oder Niederlage entscheiden – die Steuerung. Mittlerweile gibt es ja Portierungen wie Sand am Meer und die meisten sind sehr gelungen, aber mit Sicherheit kann man das ja nie sagen. Aber hier kann man schnell Entwarnung geben und den Jungs von Mimimi eine sehr gelungene Arbeit bescheinigen. Die Steuerung ist sehr gut umgesetzt. Die angesprochene Schnellspeicher-Funktion auf dem Touchpad weiß zu gefallen, die einzelnen Aktionen der Figuren sind gut und übersichtlich auf die Tasten verteilt. Als besonderes Bonbon darf man die Tasten sogar frei belegen. Bewegen lassen die Figuren sich auch ziemlich genau, die Reaktionszeiten sind kurz, also genau so wie man das erwartet. Es gäbe ja nichts Schlimmeres wenn man entdeckt wird nur weil Schleichmeister Hayato im Eifer des Gefechts vor den Heukarren läuft statt sich dahinter zu verstecken. Zur besseren Übersichtlichkeit und für optimale Aktionsplanung gibt es natürlich eine frei dreh- und zoombare Kamera.

 

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Unterm Strich kann Shadow Tactics: Blades oft the Shogun absolut überzeugen. Das Spiel ist zwar genretypisch recht fordernd, aber unfair war es zu keiner Zeit. Mit den drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden kann man das Spiel auf die persönlichen Fähigkeiten bzw. dem Frustfaktor anpassen. Jedoch gibt es im einfachsten Schwierigkeitsgrad keine Trophäen. Für alle Fans des Genres bietet sich hier absolut hochwertiger Nachschub, für Neueinsteiger die optimale Gelegenheit sich dem Genre zu nähern.

 

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