Snack World Gold

[Review] Snack World: Die Schatzjagd – Gold

Snack World: Die Schatzjagd – Gold wurde von Level-5 entwickelt, lokalisiert und auch auf unserem Markt veröffentlicht. Interessanterweise hat man sich dazu entschlossen, den Support für Amiibo wegzulassen. Dennoch erhalten wir das zusätzliche Loot, jedoch ohne teures zusätzliches Spielzeug. Das ist für viele sicherlich Fluch und Segen zugleich. Ob und wie Snack World punkten kann und wie langatmig man grinden muss, erfahrt ihr im Folgenden.Snack World Gold

Auf den Char und… Snack

Wir beginnen natürlich stilecht mit der Erstellung unseres Charakters. Die Auswahl ist hier übersichtlich, aber es sollte für jeden Abenteurer was dabei sein. Noch viel klassischer ist die Story selbst, denn der Protagonist beginnt mit… Gedächtnisschwund!

Zunächst lernt man einige wichtige Charaktere kennen und erhält, Überraschung, seine erste wichtige Aufgabe vom König selbst. Begleitet wird die Story von vielen, teils sehr flachen, Witzen und lustigen Wortgefechten. In Summe nimmt sich Snack World tatsächlich auch nicht immer so ganz ernst. So zumindest der Anschein.

Snack World Gold

Arbeit Arbeit?

Die einzelnen Kapitel in Snack World sind ziemlich kurz und man muss die Missionen teils mehrfach absolvieren, um das gewünschte Loot zu erhalten. Dabei stattet man sich stetig neu aus, kauft oder findet Waffen und stellt selbst her bzw. verbessert. Das klingt erstmal interessant, aber gerade das Crafting ist uns zu langatmig vorgekommen. Anfangs existieren nur wenige Klamotten, die man überhaupt herstellen kann, und dazu werden Materialien benötigt, die lange gesucht werden. Da kann schonmal Frust aufkommen. Da die Missionen aber eigentlich immer recht kurzweilig sind, kommt man mit dieser Tatsache ganz gut klar. Es bietet sich übrigens an, immer alle Nebenmissionen zu absolvieren, um unter anderem von den Erfahrungspunkten zu profitieren.

Snack World Gold

Oh Kamera, oh Kamera

Die Teilgebiete der Level bzw. Missionen sind überschaubar, wenn die Kamera nur mitspielte. Diese lässt sich zwar drehen, aber leider immer nur ein wenig bzw. einfach nicht komplett frei. Besonders in Burgen bei vorgegebenen Wegen und hohen Mauern nervt dieser Umstand ungemein.

Mit der Zeit hat der Spieler das allerdings verinnerlicht und kloppt und lootet sich durch die Quests. Viel Abwechslung erwartet uns dabei zwar nicht, aber davon lebt ein solcher Grinder nun mal. Lediglich die Bosse bieten ein Maß an Abwechslung, aber die Mechaniken hat man schnell raus.

Snack World Gold

Viele Waffen

Besonders schick ist die Anzahl der Waffen und auch die Summe derer, die für eine Mission mitgenommen werden dürfen. Die jeweiligen Gegner müssen nämlich mit ihrer passenden Waffe (Schwachstelle) bekämpft werden. Hier ist es der Bogen, da das Schwert und beim Nächsten der Speer. Das müsst ihr aber alles nicht auswendig lernen. Wechselt ihr manuell durch die Waffen, wird immer eine gewählt, mit welcher der nächste Feind möglichst effektiv zermalmt werden kann. Da sich die Waffen abnutzen, ist das stetige Rotieren notwendig. Aber keine Angst, die so genannten Jaras „erholen“ sich von selbst und sind nicht weg, wie etwa bei Zelda.

Multiplayer

Mit anderen Spielern dürft ihr lokal oder online zocken. Stellt eine feste Gruppe zusammen oder sucht zufällige Gefährten, sobald ihr die Lizenz erhalten habt. Aber auch Monster bzw. Snacks werden im Laufe des Abenteuers „rekrutiert“. Diese helfen häufig aus, sind aber tatsächlich nicht unbedingt spielentscheidend.

Snack World Gold

Ausrüstung, bitte!

Wie bereits erwähnt, bekommt man besonders zu Beginn seiner Reise nicht wirklich viel, was man denn selbst herstellen könnte. Das hat uns etwas frustriert, denn eigentlich ist das ja der Sinn des Spiels. Zu lange wartet der Gamer auf neue Rezepte oder eben Mats bzw. Geld. Letzteres ist einfach immer viel zu knapp. Dieser Umstand ändert sich tatsächlich erst recht spät, wenn man schon wirklich viel Fortschritt gemacht hat. Das hätte man viel besser balancen sollen. Auch das Verbessern der Gegenstände lohnt sich nicht so wirklich. Dies kostet viele der wertvollen Ressourcen und steigert die Werte nicht wirklich merklich.

Für die Quests selbst sollte man einfach immer automatisch die beste Rüstung samt Waffen auswählen lassen. An diesem Punkt braucht ihr eure Zeit wirklich nicht verschwenden und nachzudenken.

Snack World Gold

Grafik und Sound

… sind für ein Nintendo Switch Spiel absolut in Ordnung. Die knuddeligen Charaktere passen ganz gut und schauen ansprechend aus. Die Level bzw. Welten sind wirklich hübsch und meistens übersichtlich. Grafikbug bzw. Glitches konnten wir keine feststellen.c

Bei der Synchronisation hat man so einige richtig gute Klopper eingebaut, obschon sie sich sehr schnell wiederholen und dann sogar nerven können. Allerdings gibt es schon viel zu lachen! Musik und Sound passen also ziemlich gut in das Gesamtkonzept.

Snack World Gold

Fazit

Summa summarum hat Level-5 hier ein solides Game kredenzt, das durchaus seine Fans im Westen finden und halten wird. Die teils kurzen Missionen taugen für entsprechend kurze Sessions, aber man sitzt auch gerne mal länger an der Switch, um in Snack World zu jagen. Im TV-Modus hat uns der Grinder deutlich mehr Spaß gemacht, als mobil. Dies hängt sicherlich zu großen Teilen an der zu starren Kamera. Diese ist für uns Kritikpunkt „Numero Uno“ und hat nicht zu selten für Ausraster gesorgt, weil man seine Gegner einfach nicht ordentlich fokussieren kann.

Ansonsten bringt der Vollpreis-Titel einiges an Spaß mit sich und glänzt besonders im Multiplayer mit Freunden. Besonders positiv ist aufgefallen, dass es online keinerlei Lags oder Abbrüche gegeben hat.

Als Freunde der Amiibo ist es schon schade, dass der Support gänzlich entfernt wurde. Die teuren NFC-Sammelfiguren erfahren einfach zu wenig Einsatz!

Snack World: Die Schatzjagd – Gold

6.5

Grafik

6.5/10

Sound

6.5/10

Gameplay

6.0/10

Umfang

7.0/10

Spielspaß

6.5/10

Pros

  • Viele Gags/Lacher
  • Einfaches Kampfsystem
  • Kurzweilige Missionen
  • Viel Sammelbares (Waffen/Outfits)
  • Multiplayer (on-/offline)

Cons

  • Zu starre Kamera
  • Kein Amiibo Support
  • Nervige Soundfiles von getöteten Monstern
  • Sehr viel Grind für die nötigen Mats

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