[Review] Stifled

[Review] Stifled

Gattai Games mit Sitz in Singapur haben vor kurzem mit STIFLED ein innovatives Horror-Adventure für die Playstation 4 veröffentlicht, welches sich auch komplett in der virtuellen Realität erleben lässt. Wir haben uns für Euch in die dunklen Abgründe der abstrakten Welt in Stifled gewagt.

Unser Protagonist David erwacht in seinem Haus. Alleine. Frau und Kind sind scheinbar verschwunden. Er durchsucht das ganze Haus nach Hinweisen, bis er nach einem Cut neben einem Autowrack erwacht und sich fortan durch absolute Dunkelheit schlagen muss. Nur durch Geräusche – sei es durch Schritte, Wassertropfen oder seine eigene Stimme – wird die Umgebung in Umrissen schemenhaft sichtbar und er muss irgendwie einen Ausweg aus dieser Dunkelheit finden. Und er ist auch nicht alleine in dieser abstrakten Welt. Diverse Kreaturen versperren ihm den Weg ins Licht. Nach und nach offenbart sich dem Spieler so die Geschichte um Davids Familie aber darüber soll an dieser Stelle wie immer nicht zu viel verraten werden.

Stifled 5

Das Spielprinzip ist simpel. Man muss die schlauchartigen Welten durchqueren, ohne von den besagten Kreaturen erwischt zu werden. Diese reagieren aber auf die Geräusche, die man von sich gibt oder erzeugt. Und genau da liegt das Problem: Um voran zu kommen, muss man sich natürlich vorwärts bewegen, aber genau die Geräusche, die dadurch erzeugt werden, locken eben auch die Feinde an. Vor allem, wenn man zum Beispiel durch Wasser watet, erzeugt dies eine laute Geräuschkulisse und macht natürlich um so mehr auf uns aufmerksam. Es gibt aber zum Beispiel auch Wasserfälle, die von sich aus schon einen gewissen Geräuschpegel erzeugen, was man wiederum zu seinem Vorteil nutzen kann.

Stifled 4

Das Gefühl, das in diesen Situationen entsteht, ist sehr beklemmend. Steht man nur da und tut nichts, bleibt der Bildschirm komplett schwarz, was vor allem in VR sehr beängstigend sein kann. Dies wirkt sich natürlich bei verschiedenen Spielern auch unterschiedlich stark aus.
Es bleibt also wie gesagt nicht anderes, als irgendwie Geräusche zu erzeugen, um die Umwelt zu erkennen und dadurch voran zu kommen. Zwei Möglichkeiten der akustischen Signalgebung stehen zur Verfügung. Zum einen kann man durch Knopfdruck auf dem Gamepad leise oder laute Töne wie schnalzen, atmen oder rufen erzeugen oder man kann das Mikrofon nutzen und selbst Laute von sich geben. Je nachdem, wie laut diese sind, kann man auch mehr von der Umgebung erkennen, aber auch leichter entdeckt werden.

Stifled 1

Aus technischer Sicht bietet Stifled keine State-of-the-art-Grafik. Das kann und muss es aber auch nicht. Die dunklen Welten sind schwarz-weiß gehalten, die Gegner hingegen erscheinen in der Signalfarbe rot. Das passt allerdings sehr gut zum Gameplay. In der „echten“ Welt, in der auch einige Szenen stattfinden, bietet sich uns solide 3D-Grafik und fast alle Schränke, Schubladen und Türen können geöffnet werden. Der Sound trägt gut zur düsteren Atmosphäre bei und macht das Ganze noch ein Stückchen bedrohlicher. Auf Hintergrundmusik wurde komplett verzichtet, was aber auch gut ist, da diese sicher nur stören würde.
Die Steuerung erfolgt ausschließlich mit dem DualShock-Controller und außer einem Knopf zum Aufnehmen und Werfen von Gegenständen und eventuell dem zum Geräusche machen, gibt es keine Tastenbelegung. Nach etwa vier Stunden hat man das Spiel durch gespielt.

Stifled 3

Alles in allem ist Stifled ein innovatives, schauriges Horror-Adventure, das den Spieler so manches mal die Luft anhalten lässt und gut Spannung aufbaut. Das Echolot-System bietet erfrischendes Gameplay und macht Lust auf mehr.

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Stifled

7.9

Grafik

7.7/10

Sound

8.3/10

Gameplay

8.5/10

Umfang

6.8/10

Spielspaß

8.2/10

Pros

  • Innovatives Spielkonzept
  • Deutsche Text- und Sprachausgabe
  • Mit und ohne PSVR spielbar

Cons

  • Etwas schwache Story
  • Zu kurz

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