AVerMedia Live Gamer Extreme 3 - GC551G2

[Test] AVerMedia Live Gamer EXTREME 3 – GC551G2

Mit der Live Gamer EXTREME 3 – GC551G2 hat AVerMedia eine neue Generation auf den Markt gebracht, die den heutigen Ansprüchen an Gamer, Streamer und Content Creator genügen soll. Zentrale Neuerung ist der Support für VRR, sprich variable Bildwiederholraten, um das Bild, ganz einfach gesprochen, noch klarer darzustellen. Die Karte verfügt über eine USB 3.2 (Gen 1) Schnittstelle und funktioniert grundsätzlich via Plug And Play und das sogar treiberlos.

YouTube player

Was ist im Karton

Der Lieferumfang ist tatsächlich ziemlich übersichtlich. Neben der Live Gamer EXTREME 3 befinden sich das passende USB- sowie HDMI-Kabel in der Box. Dazu legt der Hersteller noch den Quick Start Guide, den die wenigstens wohl jemals lesen werden.

Eine Besonderheit der Capture Card sind die beiden 3,5mm Klinke-Ports. Via Line-In und Line-Out lässt sich ein Audiosignal entsprechend einschleusen bzw. abgreifen. Je nach Setup ist dieses Feature essentiell.

Wie gewohnt, wird das Signal eurer Quelle über die beiden HDMI-Ports durchgeschliffen, wobei in HDR die Auflösungen 2160p60, 1440p120 und 1080p240 unterstützt werden. Verwendet ihr VRR (Variable Refresh Rate), dann seid ihr auf 1440p120 und 1080p120 beschränkt.

Das Aufnahmeformat MPEG4 bietet Unterstützung für H.264 als auch H.265. Auch in diesem Punkt kommt es auf euer Szenario an, welches Format genutzt werden sollte.

AVerMedia Live Gamer Extreme 3 - GC551G2 (5)

Solide Verarbeitung in Plastik

Die GC551G2 folgt dem aktuellen Design des Herstellers und ist komplett in Plastik und schwarz gehalten. Die Oberseite hat eine kleine Aussparung für die LED, die bei Nutzung ziemlich wichtig wird, sofern ihr auf Fehlersuche gehen müsst. Mit 85g ist sie ein Leichtgewicht, verrutscht dank der vier Gummifüße auf der Unterseite aber nicht.

Intel empfohlen

AVerMedia empfiehlt dringend den Einsatz eines Intel-Chipsatzes. Aus diesem Grund haben wir die Karte auch “nur” in dieser Umgebung betrieben uns ausführlich getestet.

Im Einsatz

Da die Live Gamer EXTREME 3 treiberlos funktioniert (UVC), könnt ihr sie an einem USB3-Port anschließen und potentiell sofort loslegen. Sie wird von Windows 10 und 11 unmittelbar erkannt und ihr findet unter anderem im Bereich “Sound” eures Betriebssystems ein neues Mikrofon, welches in der Streaming-Software eingebunden werden muss.

Vor dem Produktiveinsatz solltet ihr aber in jedem Fall vorher via AVerMedia Assist Central nach einem Firmwareupdate suchen und dieses installieren (lassen). Wird eure Capture Card nicht erkannt bzw. blinkt rot, so wurde sie nicht an einem USB3-port angeschlossen. USB2 funktioniert nicht. Zudem empfiehlt es sich, das mitgelieferte Kabel zu verwenden, da es auch mit billigen anderen Varianten zu Problemen kommen kann.

AVerMedia Live Gamer Extreme 3 - GC551G2 - OBS

OBS Studio und Co erkennen die EXTREME 3 und ihr solltet diese zunächst als weiteres Mikrofon in den Einstellungen hinterlegen. In den Audio-Einstellungen habe ich sie dann auf “monitor only” eingestellt, da ich sämtliches Audio über meinen Desktop route. Das könnte bei euch anders sein, aber in jedem Fall sollte das zusätzliche Mikrofon eingerichtet sein.

Im nächsten Schritt wird die GC551G2 als Video-Quelle hinzugefügt und konfiguriert. Im Bild seht ihr meine persönlichen Einstellungen. Spielt gerne damit rum, aber für mich passt die Qualität damit super. Dann kann es auch schon losgehen. Filter für das Bild selbst waren bei mir nie nötig, wobei auch dies wieder von eurem Setup und Spiel abhängig ist.

AVerMedia Live Gamer Extreme 3 - GC551G2 - OBS

Die Karte wird mit einer extrem niedrigen Latenz beworben und muss sich mit dieser Aussage nicht verstecken. Mit bloßem Auge konnte ich keine Probleme ausmachen und im Vorschaufenster der Streaming-Software daddeln.

Manchmal ist sie zickig

Einmal in RECentral angepasst, müsst ihr das Tool grundsätzlich nicht mehr starten, um die Capture Card zu verwenden. Es sei denn, ihr erstellt euren Content grundsätzlich im Tool von AVerMedia oder wollte in die Tiefen der Settings eintauchen. Da die Updates mittlerweile ausschließlich via Assist Central verteilt werden, müsst ihr RECentral eigentlich nur selten mal starten.

Läuft die Live Gamer Extreme 3 dann, hatte ich keine Klagen. Wo sie aber ein wenig zickt, ist wenn ihr das HDMI-Kabel im laufenden Betrieb wechselt oder die Quelle dahinter. Tausche ich zum Beispiel vom iPad Mini 6 auf das iPad Pro und lasse das HDMI-Kabel gesteckt, zeigt die LED zwar an, dass eine Quelle erkannt wurde, aber das Bild bleibt weg. Es erscheint auch keine Fehlermeldung oder ein schwarzes Bild, sondern einfach nichts. Abhilfe schaffen entweder ein Neustart der Karte und/oder das Neustecken des HDMI-Kabels.

AVerMedia Live Gamer Extreme 3 - GC551G2 - RECentral

Gleiches hatte ich auch nach dem letzten Update. Die GC551G2 wollte sich einfach nicht mehr aktiv in OBS melden, bis ich gemerkt habe, dass ein zweiter Eintrag unter “Geräte” gelistet war. Da muss irgendwas schief gelaufen sein, aber die Karte selbst läuft einwandfrei.

Das sind aber alles Punkte, die (hoffentlich) in Software zu regeln sind. Bisher allerdings zickt die Capture Card aber ab und an etwas beim Einsatz von mobilen Quellen wie dem iPhone oder den genannten iPads. Bei Konsolen (Nintendo Switch, Xbox Series X) hatte ich nie solche “Hänger”.

Die läuft und läuft…

Nach insgesamt rund 300 Stunden mit der AVerMedia Live Gamer Extreme 3 und Live-Sessions von acht Stunden und mehr am Stück kann ich sagen, dass die Karte sehr verlässlich arbeitet. Sie wird sehr schnell sehr warm, aber dann passiert nicht mehr viel. Stetige “Tests” mit den Händen zeigten keine fühlbaren Änderungen der Temperatur der schwarzen Hülle. Eine aktive Kühlung besitzt die GC551G2 nicht, weshalb auch keine Schlitze im Gehäuse sind.

AVerMedia Live Gamer Extreme 3 - GC551G2

Fazit

An wen richtet sich diese recht teure Capture Card? Warum sollte ich meine bisherige Karte ablösen? Diese Fragen kann man pauschal nicht beantworten. Wollt oder braucht ihr Support für VRR, dann muss die GC551G2 her. Ihr benötigt 4K- bzw. HDR-Passthrough und auch die Möglichkeit, Audio durchzuschleifen? Schnappt euch die neue Karte von AVerMedia.

Müsst ihr in jedem anderen Fall wechseln, wenn ihr grundsätzlich mit eurer aktuellen Lösung zufrieden seid? Nein. Gerade die “Einschränkung” auf Intel-Chipsatz könnte für viele ein No-Go sein. Dabei läuft die Live Gamer Extreme 3 zwar grundsätzlich auch auf anderen Systemen, aber wenn der Hersteller eine “dringende Empfehlung” ausspricht, dann solltet ihr lieber zweimal überlegen. Ein paar Stichprobentests mit einem AMD-System haben recht schnell Audio-Desync gezeigt, der absolut unnachvollziehbar sporadisch aufgetreten ist und dann wieder einige Zeit gar nicht.

Wer über eine Neuanschaffung nachdenkt und für die Zukunft gerüstet sein möchte, sollte mal ein oder zwei Augen auf den Neuzugang bei AVerMedia werfen. Der Hersteller versorgt seine Peripherie regelmäßig mit Updates (Fixes & Neuerungen), was bei vielen anderen, besonders den sehr günstigen Alternativen, nicht der Fall ist. Zudem ist die Community recht groß und man findet bei Fragen oder Problemen immer jemanden, der aushelfen kann.

Wertungsbox-Gut

AverMedia Live Gamer Extreme 3 GC551G2 Zum Aufnehmen von 4Kp30 Inhalten Ultra Low Latency Plug and Play Für PS4 Pro, PS5 und Xbox, 61GC551G20BK
  • Die Live Gamer EXTREME 3 nimmt 4Kp30 Inhalte auf, bietet eine hohe Frame-Erfassung von bis zu 120...
  • Erfassen wie nie zuvor: Dank veränderbarer Aktualisierungsraten und VRR werden die...
  • Die Capture Card eignet sich ideal für die PS4 Pro, PS5, Xbox oder den PC (Windows) und zum...
  • Plug and Play: Dank UVC-Protokoll ist der Live Gamer EXTREME 3 ultra einfach und schnell...

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Letzte Aktualisierung am 4.12.2022 um 17:43 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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