Creative Sound Blaster GC7 Test

[Test] Creative Sound Blaster GC7

Nachdem bereits sowohl der X3 als auch der X4 hervorragend getestet wurden, musste ich natürlich zeitnah den brandneuen Creative Sound Blaster GC7 vor die Kamera und in die Hände bekommen. Der Hersteller hat den DAC mit Fokus auf „Game Streaming“ entwickelt und setzt auf eine neue Konfigurationssoftware. Ob sich der GC7 in die Reihe der sehr guten externen Soundkarten stellen darf, klären wir im Test. Zunächst aber werfen wir einen Blick auf den Lieferumfang:https://youtu.be/8VoZ9UaV-p8

Verarbeitung

Produktdesign und Qualität lassen sich beim GC7 nur begrenzt kritisieren. Persönlich hätte ich mir noch „Einrastpunkte“ für die Lautstärkeregelung sowie den Game/Voice-Mix gewünscht, damit man dort verlässlich die Mittelstellung erreichen kann.

Die Drehregler bieten ordentlich Widerstand, sodass sie sich nicht bei einer kleinen Berührung verstellen. Die Druckpunkte der Tasten beschreibe ich ebenfalls als „ordentlich“, wobei man auch diese nicht versehentlich ausgelöst werden.

Creative Sound Blaster GC7 (2)

Die Beleuchtung der Tasten ist hell und „saftig“. Das mittig angebrachte kleine Display ist von jedem Winkel aus ablesbar und über einen kleinen dritten Drehregler anpassbar. Dieser arbeitet nicht stufenlos, sondern gibt bei jedem verstellenden kleinen Dreher nach rechts oder links deutlich Feedback.

Auf der Vorderseite befinden sich Headset- und Mikrofonanschluss, auf der Rückseite alle anderen wichtigen Schnittstellen, wie ihr unter anderem im Video sehen könnt.

Schwachstelle „Software“

Leider kommt beim GC7 USB DAC nicht das mittlerweile gut ausgereifte Command Center zum Einsatz, sondern eine komplett neue Variante. Diese existiert für Windows, Android und iOS. Die App für Super X-FI ist separat und ebenfalls für Android und iOS verfügbar.

Abstürze konnte ich in meinem Testzeitraum keine verzeichnen und grundsätzlich funktionieren auch alle Features, wobei ich einen großen Kritikpunkt bei der Struktur der Software sehe. Die beste Beschreibung wäre wohl „zweckmäßig“. Übersichtlich und intuitiv schaut anders aus und das kann Creative auch definitiv besser. Da die Probleme aber lediglich in der App stecken und dort auch nur bei der Usability vorkommen, habe ich Hoffnung, dass der Hersteller hier nachbessert. Das war beim X3 zum Release ja auch eine Schwachstelle.

Plant also definitiv ein paar Minuten ein, um die Software kennenzulernen. Ich habe zum Beispiel relativ lange gesucht, wo ich denn die programmierbaren Tasten ändern kann, auch wenn der Button in der unteren Reihe sichtbar ist. Bei diesem Feature hatte ich dann allerdings auch wieder andere Probleme bzw. ich hatte es mir anders vorgestellt. Zwar lassen sich Makros und Systembefehle absetzen, aber möchte man auf jede Taste ein Soundprofil hinterlegen, um zum Beispiel zwischen Battle Royale, Shooter und Musik umzuschalten, so geht das nicht so einfach. User dürfen zwar zwischen bis zu drei Profilen per Knopfdruck durchgehen, aber es existiert lediglich eine Rotation. Es ist aktuell nicht möglich, jede Taste mit komplett eigenen Settings zu konfigurieren, was ich mir eigentlich darunter vorgestellt hatte. Ich hoffe, dass die Software an diesem Punkt noch flexibler wird.

Einen lustigen Bug konnte ich auf meinem System feststellen: Wird die App maximiert, verschwinden die kleinen Icons und sie lässt sich nicht mehr verkleinern oder gar schließen. Das hätte eigentlich auffallen können und tritt bei mir insgesamt auf zwei Intel-basierten Systemen auf. Nicht dramatisch, aber unschön.

Im Einsatz

Seid ihr einmal mit einer Grundkonfiguration durch und habt vor allem den Game-/Voice-Mix aufgesetzt, wird ein Headset angeschlossen und schön könnt ihr euren Content genießen bzw. mit dem „Game Streaming“ beginnen.

Verwendet habe ich unterschiedliche Kopfhörer/Headsets sowohl In-Ear als auch Over-Ear. Alle hatten beim Ergebnis eines gemeinsam: Der Klang ist absolut top! Natürlich könnt ihr billige Kopfhörer nicht zu Klangwundern machen, aber dieser DAC holt richtig was raus. Die verfügbaren Presets können angepasst werden, stellen allerdings eine sehr ordentliche Grundlage dar.

Es lohnt sich außerdem, die genannten Presets beim Wechsel des Contents ebenfalls anzupassen. Die Unterschiede sind deutlich „hörbar“.

Die Knöpfe und Drehregler können alle einwandfrei erreicht werden, sodass Anpassungen buchstäblich einfach von der Hand gehen. Persönlich stört mich die fehlende „einrastende Mittelstellung“ des Mixers, denn ich möchte immer im Default arbeiten bzw. zu diesem zurückkehren und dann bei Bedarf den Chat lauter machen. Die Mitte trifft man so leider nicht so gut. Die „Monks“ unter euch werden mich verstehen.

Über diese kleinen Problemchen sieht man recht schnell hinweg, genießt ihr euren Content, sei es auch „nur“ Zocken. Klanglich bleiben keine Wünsche offen, je nach Einstellungen knattert der Bass schön saftig. Mitten und Höhen liefern ebenfalls ab, wobei auch diese natürlich von eurer Konfiguration abhängig sind. In jedem Fall existiert kein Knattern oder Knarzen.

Creative Sound Blaster GC7

Fazit

Klanglich hält der Creative Sound Blaster GC7, was er verspricht. Er gesellt sich also problemlos zum bereits getesteten X3 sowie X4. Schade ist allerdings, dass die Software noch nicht so ausgereift ist. Das war allerdings zum Release des X3 auch nicht optimal. Damals hatte ich massive Probleme und einige Supportfälle bei Creative offen.

Technische Probleme traten beim GC7 keine auf, jedoch fühlt sich die Software auf meinem Windows 10 Rechner eben nicht ausgereift an. Das grafische Interface sollte strukturierter sein und vor allem besser beschriftet. Mit jedem Start kommt man besser klar, aber die Customer Experience ist nicht optimal bzw. da, wo ich es von Creative erwarte.

In Sachen Verarbeitungsqualität, Klang und Einsatzmöglichkeiten lässt der DAC kaum bis keine Wünsche offen. Wenn der Hersteller die Begleitsoftware noch verbessert, müsst ihr euch eigentlich nur noch entscheiden, ob ihr die „Creator-Features“ des GC7 benötigt oder einfach zur Verfügung haben wollt oder auch der X3/X4 für eure Anforderungen ausreicht.

Aus der Reihe der externen Soundkarten von Creative empfehle ich klar den GC7, denn dieser kommt mit zwei bzw. drei Drehreglern und mehr Knöpfen daher, um alle Funktionen ohne diverse Tastenkombinationen aufzurufen und anzusteuern. Preislich liegen die USB DACs ungefähr in einer Region, sodass dies kein KO-Kriterium sein dürfte.

Der Creative Sound Blaster GC7 schneidet sehr gut ab, wobei das Potential nach oben noch nicht voll ausgenutzt wurde. Nun liegt es an der Software, die Soundkarte im Ranking steigen zu lassen.

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