Drown Audio

[Test] Drown Audio In Ears

Die Drown Audio In Ears wurden vor längerer Zeit angekündigt und erfolgreich finanziert. Jetzt sind sie endlich erschienen und wir haben unsere gekauften Exemplare erhalten. Halten die neuartigen Kopfhörer das recht hoch gegriffene Versprechen und bringen unser Gameplay dank es enorm immersiven Klangs auf ein neues Level? Das habe ich während meiner Testphase geklärt und möchte euch meine ehrliche Meinung mitteilen. Zunächst jedoch hüpfen wir mal ins Unboxing, damit ihr euch ein Bild von den In-Ears machen könnt:

Passform

Bei der Wahl der korrekten Aufsätze fangen die Probleme bei den Drown Audio In Ears schon an. Ich habe insgesamt locker zwanzig Minuten hin und her probiert, um die „beste“ Variante zu ermitteln. Ohne den perfekten Sitz können die Kopfhörer ihren guten Klang nicht ins Ohr bringen. Bei den doch sehr speziellen Aufsätzen hat man versucht, möglichst generisch zu bleiben, um der breiten Masse eine gute Passform zu kredenzen. Das ist meines Erachtens nicht wirklich gelungen. Ich musste mich jetzt für eine sehr eng sitzende Variante entscheiden, die ich nicht wirklich lange an behalten kann, weil sie stark aufs Ohr drückt. Die nächste Größe schlackert allerdings so locker im Ohr, dass diese für mich komplett unbrauchbar ist.

Die Verarbeitung ist in Ordnung. Keine der Komponenten sticht negativ oder positiv hervor.

Einsetzen nicht intuitiv

Für das korrekte Einsetzen der In Ears hat der Entwickler neben einer Anleitung in Form diverser Videos auch eine gedruckte Version mitgeliefert. Dennoch habe ich noch heute immer mal wieder Probleme beim Verwenden, obschon ich die Kopfhörer schon sehr oft genutzt habe. Kurz gesagt: Das Einsetzen ist einfach nicht intuitiv. Diese Aussage ist bei In Ears schon etwas seltsam, aber einfach mal schnell in die Ohren stecken ist hier wirklich nicht drin.

Drown Audio

Für Gamesound „ok“

An der Nintendo Switch, zunächst ohne USB-DAC, ist der Klang besser als mit „normalen“ Kopfhörern, aber auch nicht mehr als „ok“. Es hat sich zu keinem Zeitpunkt wirklich überragend angehört, geschweige denn „revolutionär“. Mit einer externen Soundkarte allerdings, an der Nintendo Konsole war es der Sound Blaster G3, kann man richtig was aus den Drown rausholen. Perfekter Sitz vorausgesetzt scheppern euch die Bässe um die Ohren und man sitzt quasi mitten im Motor eines Wagens in Need for Speed Heat auf der PS4.

Nichts für Musik

Die Mucke wiederum klingt eher dumpf, verrauscht und weit weg. In Videospielen mit hohem Anteil und wichtigem Impact durch musikalische Untermalung, wie etwas beim genannten NfS Heat, machen die In Ears keinen Spaß. Via YouTube oder Spotify wollt ihr mit den Drown Audio eure Lieblingsmusik schon gar nicht erst anschalten, wenn ihr nicht vorher an den Equalizer Settings zaubert. Da hatte ich schon viel günstigere Kopfhörer mit noch viel besserem Sound.

Drown Audio

Ohne zusätzliche Soundkarte mau

Bereits weiter oben hatte ich geschrieben, dass die Drown Audio für mich ohne externe Soundkarte nicht wirklich empfehlenswert sind. Über die zusätzliche Peripherie und entsprechende Equalizer-Settings lässt sich das Klangerlebnis wirklich stark verbessern. Erst dann kommen die Treiber dazu, halbwegs ordentlich zu performen und ein wenig Eindruck zu hinterlassen.

Das gilt leider auch für das ansteckbare Mikrofon. Mehr als „ok“ kann man hier nicht vergeben. Erst mit dem einen oder anderen Filter wird es wirklich gut. Beim angesetzten Preis sollte es aber auch ohne zusätzliche Anpassungen durch den User bereits viel besser sein. Meine Mates haben den Klang als dumpf empfunden.

Drown Audio Mic

Fazit

Insgesamt schneiden die Drown Audio In Ears mangelhaft ab. Der Sitz im Ohr ist grauenhaft und unangenehm. Den revolutionären – game changing – Sound konnte ich leider nicht erleben. Ich hätte das Ergebnis inklusive externer Soundkarte erwartet, ohne zusätzliche Hardware zu verwenden. Der Klang hat schon was besonderes, aber der Effekt ist ohne USB-DAC einfach viel zu gering, als dass man die In Ears empfehlen könnte.

Der hohe Preis ist meines Erachtens überhaupt nicht gerechtfertigt. Ich nutze täglich, auch im Stream, Hörluchs In Ears der HL1-Serie, die nicht nur gut 50€ weniger kosten, sondern auch klanglich weit voraus sind. Meine Drown In Ears werden jetzt wohl einen Platz im Schrank einnehmen. Glücklicherweise konnten wir für unsere Redaktion noch während der Finanzierungsphase zuschlagen, sodass wir zwei Exemplare zum Preis von einem ergattern konnten. Allerdings ist es auch so schade ums Geld. Leider konnten wir kein Test-Exemplar von Drown für unsere Redaktion bekommen.

Für mich sind die Drown Audio mangelhaft und somit nicht empfehlenswert. Es kann ja nicht sein, dass man für den versprochenen Klang zusätzliche Peripherie einsetzen muss, wobei das Ergebnis selbst dann nicht so überragend ist und mir nach einer Stunde Zocken die Ohren weh tun, weil die Aufsätze zu spack sitzen. Ich kann die vielen positiven Tests der Drown Audion In Ears beim besten Willen nicht nachvollziehen. Sie erreichen zwar eine gewisse Immersion, aber auf Kosten von zumindest brauchbarem „Standard-Klang“. Die In Ears sind ziemlich exklusiv für Gaming nutzbar, was mich dann wieder an den hohen Preis denken und mit dem Kopf schütteln lässt.

Wertungsbox-Mangelhaft

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