Sandberg Firestorm

[Test] Sandberg – FireStorm Mech Keyboard

Sandberg ist vermutlich nicht jedem Gamer ein Begriff. Der Premiumhersteller hat uns freundlicherweise das FireStorm Mech Keyboard für einen Test zur Verfügung gestellt, um euch die Marke näherbringen zu können. Sandberg gewährt 5 Jahre Garantie und testet seine Produkte vor der Auslieferung doppelt. Das klingt fair und nach guter Qualität. Ob sich der Kauf nun lohnt und wir das Produkte empfehlen können, klären wir in diesem Test.Sandberg Firestorm Karton

Verarbeitung & Design

Die Tatsache, dass Sandberg 5 Jahre Herstellergarantie gewährt und seine Produkte doppelt durch die Qualitätssicherung schickt, lässt ein wenig auf die Qualität der FireStorm schließen. Im deutlich über 1kg schweren Karton befindet sich neben der Tastatur selbst auch noch ein kleines Tool, um Tasten leichter tauschen bzw. entfernen zu können. Die Sandberg FireStorm kommt außerdem mit einer Handballenauflage daher. Diese lässt sich ganz einfach abmontieren, sollte sie stören. Dazu wird ein kleiner Schraubendreher benötigt. Allerdings kann man die Auflage auch umklappen und auf der Unterseite der Tastatur verstauen.

Kommen wir nun zur FireStorm selbst. In Sachen Design und Verarbeitung kann sich die Tastatur mit den großen und vor allem teureren Modellen messen. Zum einen ist sie mit 1000g recht massiv und schwer und zum anderen auf einem Verarbeitungsniveau, dass nicht besser sein könnte. Im Gegensatz zur Grundfarbe „schwarz“ sind die abgerundeten Kanten silber. Das sorgt in Summe für ein wunderschönes Gesamtbild.

Die RGB-Beleuchtung ist gleichmäßig und vor allem hell. Die Keycaps lassen auf der Oberfläche nichts durch und zeigen somit das jeweilige Zeichen ganz klar. Sie Seitenflächen wurden ebenfalls mit Lichtleisten versehen, sodass man die Farbgebung von jeder Seite aus genießen kann.

Sandberg Firestorm

Blue Switches

Die mechanischen Outemu Blue Switches arbeiten präzise und geben ein sehr klares Feedback. Sondertasten bzw. doppelt belegte Tasten lassen sich per „Fn“ ansteuern. So können Gamer gewisse Funktionen auch ohne die zusätzliche Software aktivieren bzw. umstellen. Des einen Freud, des anderen Leid sind lauten blauen Switches. Diese sind natürlich relativ laut und somit bedingt bis gar nicht für den Arbeitsplatz bzw. Streamer geeignet und für Gamer eine Wonne.

Sandberg Firestorm

Software „ok“

In Sachen Einstellungen über eine zusätzliche Applikation trennt sich meist die Spreu vom Weizen. Während etwa Tesoros Software im unteren Drittel anzusiedeln ist und SteelSeries für uns den obersten Rang bekleidet, pendelt sich die Sandberg Software recht mittig ein. Alle Tasten lassen sich einzeln bearbeiten und Makros können sehr intuitiv aufgezeichnet werden. Natürlich dürfen Gamer auch die RGB-Beleuchtung nach ihren Wünschen anpassen. Neben einer Vielzahl vordefinierter Muster existiert sogar die Möglichkeit, ein komplett eigenes zu entwerfen.

Besonders hervorzuheben ist der Gaming Mode. In diesem darf der User selbst entscheiden, welche „tödlichen“ Tastenkombinationen deaktiviert werden. Darunter zählen „ALT + Tab“, „ALT + F4“ und natürlich die Windows-Taste selbst. Diese Einstellungen werden einfach per Checkbox ausgewählt.

Das User Interface der Software ist okay, mehr aber auch nicht. Als Sprache lässt sich lediglich „englisch“ auswählen.

Fazit

In der Kategorie „Gaming Tastaturen bis 100€“ können wir dem Sandberg FireStorm Mech Keyboard keine geringere Bewertung als „Meisterhaft“ geben. Bereits nach dem Auspacken und ersten Nutzen hatten wir die Tastatur auf 130€+ eingeschätzt und waren dann mehr als überrascht, das feine Stück Peripherie für knapp 80€ im Herstellershop zu finden.

Die FireStorm sieht nicht nur super aus, sondern fühlt sich auch so an. Nach gut 40 Stunden Gaming und Officearbeit hat sich an dieser Einschätzung nichts geändert. Einziger negativer Punkt ist die fehlende Möglichkeit, das geflochtene USB-Kabel für den Transport abnehmen zu können. Bei Tastaturen, die für eSports gedacht sind, sollte das unserer Meinung nach zum Standard werden. Ansonsten konnten wir einfach keinen echten Schwachpunkt finden. Mit der FireStorm kann man auch gerne mal ausflippen. Selbst deftige Faustschläge machen dem Keyboard nichts aus. Die Keycaps sitzen entsprechend fest, sodass nicht mal eine Taste durch den Raum geflogen ist.

Wer eine neue Tastatur zum Zocken sucht und auf blaue klickende Switches steht, ist bei der Sandberg FireStorm genau richtig. Klare Kaufempfehlung, selbst wenn euer Budget höher ausfällt.

GAMEtainment Wertungsbox Meisterhaft


Spezifikationen

AnschlussUSB
Kabellänge1,8m
Format104 Standardtasten
BauartMechanische Outemu Blue Switches
Gewicht1000g
BeleuchtetRGB für alle Tasten
ExtrasAbnehmbare Handballenauflage
Preis77,99€ (UVP)

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4 Kommentare

  1. Ich habe mir eine solche Tastatur zugelegt. Die Verarbeitung ist gut, die Tastatur an sich auch. Aber dann kommen wir zur Software zum Programmieren der Tasten.
    Zum einen kann man Funktionen immer nur auf eine ganze Taste legen. Möchte man die Lautstärke mit Strg+F11 runter stellen, so gilt das auch für F11, Alt-F11, Shift-F11 Fn-F11. Eine „Programmierung“ einer Tastenkombination ist nicht möglich.
    Zweitens hat man beim Belegen der Tasten mit Farben beim deutschen Keyboardlayout ein Problem. Die Software lässt nämlich nur das englische auswählen, obgleich ich die deutsche Softwareversion installiert habe. Damit sind die Tasten bzw. # unbelegbar, diese kommen nämlich nicht bei der englischen an der gleichen Stelle vor. Tja und damit bleiben die Tasten dunkel – auch bei den vorprogrammieren Schema.

    Schon vor Wochen schrieb ich also den Support an – keine Rückmeldung. Und damit haben wir das Problem. Da mögen 5 Jahre Garantie stehen, aber wenn der Support sich nicht zurückmeldet, habe ich davon nichts. Wie bekomme ich im Notfall Hilfe? Eben gar nicht.

    Mein Fazit: Finger weg! Das ganze ist Schmu!

    1. Dass man keine Funktionen für Tastenkombinationen erstellen kann, kann ich bestätigen. Das ist besonders ärgerlich weil keine Lautstärkeregelung ab Werk möglich ist. Warum man dafür nicht ab Werk Shortcuts anbietet, ist für mich unverständlich.

      Das nur Englische Keyboardlayout in der Software kann ich bestätigen. Allerdings gibt es da zumindest bei mir überhaupt keine Probleme mit der Beleuchtung dieser Tasten, auch nicht, wenn diese über die Software geregelt wird. „Dunkel bleiben“ der Tasten war hier vielleicht mehr im übertragenen Sinne gemeint, war für mich aber ziemlich irreführend, weil ich dachte, dass sich das auf die Beleuchtung bezöge.

    2. Habe gerade gesehen, dass es noch einen User Modus gibt, wo man zur Beleuchtung selbst definierte Farben pro Taste festlegen kann. Da kann man in der Tat die auf dem englischen Layout nicht vorhandenen Tasten nicht auswählen. Ansonsten habe ich aber damit keine Probleme gehabt.

      Negativ aufgefallen ist mir noch der metallische Nachhall der Tasten nach dem Loslassen.

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