[Test] Jabra Elite 85h

[Test] Jabra Elite 85h

Heute beschäftigen wir uns mit dem Jabra Elite 85h, einem Noise-Cancelling-Kopfhörer der neben einer langen Akku-Laufzeit mit seiner innovativen Smartsound-Technologie (zusätzlich) überzeugen soll. Mit dem CES Innovation Award 2019 im Gepäck reiste der 85h an, um unseren Testparcours zu meistern.

 

Der Jabra Elite 85h traf bei uns in der Farbvariante „Navy“, also dunkelblau ein. Weitere erhältliche Farbvarianten sind „Schwarz“, „Kupfer/Schwarz“, „Gold/Beige“ und „Titan/Schwarz“.

 

Lieferumfang

  • Audiokabel
  • USB-C-Ladekabel
  • Flugzeugadapter
  • Transport-Etui (Hardcase)

 

Der Jabra ELITE 85h ist mit dem neuesten Bluetooth 5.0-Standard ausgestattet, unterstützt zahlreiche Drahtlos-Profile (HSP v1.2, HFP v1.7, A2DP v1.3, AVRCP v1.6, PBAP v1.1 sowie SPP v1.2) und arbeitet mit den Audio-Codecs SBC und AAC. Er unterstützt Mehrfachverbindungen und mit zwei Geräten gleichzeitig gekoppelt werden. Wer gerne einen Kopfhörer für mehrere Geräte einsetzt, wird sich darüber freuen das bis zu acht Geräte auf seiner Pairing-Liste Platz finden. Ein Pairing per NFC hat Jabra leider nicht vorgesehen. Die Bluetooth-Reichweite gibt Jabra mit „bis zu zehn Meter“ an, was man durchaus als Standard ansehen kann. Im Test konnte die Reichweite mehrfach bestätigt werden. Natürlich spielen hier auch räumliche Bedingungen eine Rolle. Über den 3,5 mm- Klinkenanschluß ist aber auch ein kabelgebundener Betrieb möglich.

 

 

Optisch wirkt der Jabra Elite 85h schlicht elegant. Es gibt keine verspielten Design-Elemente, die gewählte Hauptfarbe dominiert, die Oberfläche und die gewählten Materialien wirken sehr hochwertig. Auch von der Verarbeitung wirkt er sehr edel und man bewegt sich hier auf sehr hohem Niveau. Die Ohrpolster sind sehr angenehm und liegen gut an, auch der Kopfbügel ist angenehm gepolstert. Das Eigengewicht des Kopfhörers beträgt 296 g. Auch nach längerem Tragen gibt es hier nichts zu bemängeln.

 

Wer vorhat den Elite 85h auch Outdoor zu nutzen, wird positiv zur Kenntnis nehmen das er laut Herstellerangaben auch wasserdicht ist (sogar zertifiziert), da sämtliche Komponenten mit einer Nano-Beschichtung versehen sind. Allerdings wird nicht explizit darauf eingegangen ob ein IPX-Standard erfüllt wird und wenn ja welcher. Jabra gibt aber zwei Jahre Garantie auf das Eindringen von Wasser und Staub.

 

Am rechten Ohrhörer befinden sich drei Tasten, die zur allgemeinen Gerätesteuerung dienen. Mit der oberen und unteren Taste kann die Lautstärke erhöht oder verringert werden, zudem wird hiermit die Titel-Navigation bedient. Das mittlere Bedienelement ist multifunktional: Hiermit wird die Wiedergabe gestartet und gestoppt, es kann aber damit bei Bedarf auch ein eingehender Anruf angenommen und auch wieder beendet werden.

 

Ein weiteres nettes Feature des Jabra Elite 85h ist die automatische Trageerkennung. Sobald der Kopfhörer aufgesetzt wird und sich in Hörposition befindet, ist diese aktiv. Dies sorgt dafür das die Musikwiedergabe beim Ablegen des Kopfhörers unterbrochen und beim Aufsetzen wieder fortgeführt wird. Ähnlich funktioniert es auch bei den Jabra Elite 65t In-Ears und hat uns da auch schon gut gefallen und sich als praktisch herausgestellt. Wer diesem Feature nichts abgewinnen kann oder aber einfach zeitweise darauf verzichten möchte, kann es jederzeit deaktivieren.

 

Jabra Elite 85h

 

Jabra hat dem Elite 85h auch die Unterstützung von Sprachassistenten spendiert – hier stehen Apples Siri, Amazons Alexa und der Google Assistant zur Verfügung. Auf der linken Seite befindet sich eine Taste zum Wechsel zwischen den drei verschiedenen Betriebsmodi. Zur Auswahl stehen neben der Standard-Einstellung, noch „ANC“ und „HearThrough“. Die Funktion „HearThrough“ stellt quasi das genaue Gegenteil zu „ANC“, also dem „Noise Cancelling“ dar. Statt den Hörer abzuschirmen ermöglicht dieses Feature, möglichst viel von der Umgebung wahrzunehmen.

Bei der Akkuleistung wird für den Elite 85h mit aktiviertem Active Noise Cancelling eine Laufzeit von bis zu 36 Stunden und bei ausgeschaltetem ANC von bis zu 41 Stunden angegeben – ein sehr ordentlicher Wert. In der Praxis konnte diese Angaben durchaus bestätigt werden, vergessen sollte man jedoch nicht das je nach Umgebungsbedingungen und Stabilität der Verbindung dieser natürlich ein wenig variieren kann. Eine volle Akkuladung des Jabra Elite 85h dauert knapp unter drei Stunden, was auch vom Hersteller angegeben wird. Die Schnellladefunktion bietet nach einer Ladezeit von etwa 15 Minuten eine Betriebszeit von bis zu fünf Stunden.

Auch wenn man sich das beim Lesen vielleicht nicht direkt so vorstellen kann, ist das auf wenige Tasten beschränkte Bedienkonzept wirklich gelungen. Hier wurde zwar sicher das Rad nicht neu erfunden, aber alle Tasten sind bequem und leicht zu erreichen, sinnvoll angeordnet und die guten Druckpunkte sorgen für ein sehr gutes Handling des Elite 85h.

 

Nachdem wir uns also intensiv mit der Bedienung auseinandergesetzt haben geht es nun ans Eingemachte – wie klingt der Jabra Elite 85h? Was recht schnell auffällt, ist das sich der Kopfhörer klanglich sehr neutral präsentiert und im Bassbereich durchaus etwas zurückhält. Ähnlich hatte sich uns zuletzt der Sennheiser True Wireless präsentiert, bei dem es sich allerdings um einen In-Ear handelt. Warum wir diesen trotzdem zum Vergleich heranziehen ist schnell erklärt – wegen der Software. Beide Hersteller bieten eine kostenlose App an, mit der sich der Kopfhörer einstellen lässt, man die Firmware aktualisieren kann oder eben über einen Equalizer die Klangeinstellungen nach belieben anpassen kann. Sennheiser macht das schon sehr gut, auch wenn sie uns in diesem Punkt nicht so ganz überzeugen konnten, aber Jabra muss man hier auf Fall lobend hervorheben. Die kostenlose App „Jabra Sound+“ (sowohl für iOS, als auch für Android erhältlich) ist wirklich gelungen. Mit dem 5-Band-Equalizer kann man den Sound auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen, auch den Bass anheben und zusätzlich gibt es auch ein paar Presets die man wählen kann. Sowohl der Funktionsumfang, die Bedienung und dann letztendlich auch die direkt spürbaren Auswirkungen können hier absolut überzeugen. Der Elite 85h macht in allen Frequenzbereichen eine gute Figur und wird auch bei größeren Dynamiksprüngen nicht aus dem Konzept gebracht. Es ist egal, ob man es rockiger mag, klassisches Orchester bevorzugt oder eben auch gerne Livekonzerte hört, der Elite 85h ist voll dabei.

Auch wenn der geschlossene Kopfhörer auch so schon gut vor Außengeräuschen isoliert, bei eingeschaltetem ANC gibt es nochmals eine deutlich spürbare Steigerung. Insgesamt acht Mikrofone hat Jabra dem Elite 85h spendiert, wovon alleine vier zur Reduzierung von Störgeräuschen zum Einsatz kommen. Auch die Gesprächsqualität bei Telefonaten ist wirklich hervorragend, hier liefert man ordentlich ab. Man könnte auch sagen, typisch Jabra. Übrigens kann man auch am Digital Hybrid Active Noise Cancelling über die App noch Feinabstimmung betreiben.

Jabra App 85h

Fazit

Mit dem In-Ear Elite 65 hatte uns Jabra schon überzeugt und schafft es mit dem Elite 85h erneut. Die sehr gute Verarbeitung, die gute Bedienbarkeit und der neutrale, aber anpassbare Klang sorgen dafür das wir hier eine absolute Kaufempfehlung aussprechen können. Die praktischen und durchdachten Features, sowie die wirklich tolle App „Jabra Sound+“ runden das Ganze ab. Mit der Unterstützung für NFC und einem hochauflösenden Audiocodec, wie zum Beispiel aptX (HD) hätte man uns wunschlos glücklich gemacht, trotzdem ist der Jabra Elite 85h ein hervorragende Bluetooth-Over-Ear Kopfhörer.

 

Wertungsbox-Hervorragend

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