Nacon Daija Stick

[Test] NACON Daija Arcade Stick

Als Gamer einen guten Arcade Stick zu finden bzw. dann auch zu kaufen, ist meist eine kostenintensive Entscheidung, die wohl überlegt sein sollte. Wir haben den NACON Daija Arcade Stick getestet, um euch bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Ob wir den 200€ Controller empfehlen können, erfahrt ihr im folgenden Test.

Kritikpunkt direkt gefunden

Tatsächlich ist der recht hohe Preis ein sehr offenkundiger potentieller Kritikpunkt. Von diesem sollten sich Interessenten aber nicht abschrecken lassen, denn NACON kredenzt ein Produkt der Spitzenklasse, um dem Ergebnis vorauszugreifen.

Der NACON Daija ist kompatibel zum PC, der PS3 und PS4. Dazu legt man an der Seite des Controllers einfach einen Schalter um. Mit knapp vier Kilogramm kann man den Daija als Schwergewicht bezeichnen, der mit dieser Tatsache aber einen gewaltigen Vorteil mitbringt. Das Gewicht sorgt für einen festen und stabilen “Sitz”. Dabei unterstützt zusätzlich die gummierte Unterseite. So zockt es sich absolut problemlos auf dem Schoß oder einer festen Unterlage.

NACON Daija Arcade Stick

Robustes Teil

Wie es sich für einen Arcade Stick gehört, kann auch der Daija ordentlich einstecken. Die gesamte Konstruktion ist absolut robust, auch wenn einige Plastikteile nicht direkt danach aussehen. Da darf man seine Combos auch gerne mal etwas aggressiver an den Mann bringen. In Summe darf man die Verarbeitung nicht schlechter als “hervorragend” bewerten.

Dies lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass sehr hochwertige Komponenten aus dem Hause Sanwa zum Einsatz kommen. Wer klassisches Arcade-Feeling sucht, wird hier fündig. Das typische Klackern darf da natürlich nicht fehlen und wird durch gute Druckpunkte abgerundet.

Eingewöhnungszeit nötig

Hatte man noch keinen Arcade Stick im Einsatz oder ist vielleicht auch kein “älterer” Gamer, der noch die Amiga oder gar C64 Zeiten erlebt hat, braucht es etwas Eingewöhnung mit dem NACON Daija.

Wir haben einen starken Fokus auf Street Fighter gelegt, ein Match nach dem anderen absolviert und den Stick wirklich hart ran genommen. Das Resultat waren präzise Kontrolle und jede Menge Spielspaß. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass der Spieler deutlich mehr Kontrolle über seine Aktionen hat.

Einfache Shoot ‘em Ups lassen sich natürlich auch mit dem Daija zocken. Das Ergebnis ist auch hier positiv. Man hat einfach mehr Kontrolle und diese ist etwa bei R-Type wirklich wichtig. Dies wird bei einem Arcade Stick durch die Auflagefläche unterstützt, denn die Hand ist ja nicht in der Luft, wie bei einem normalen Controller, sondern liegt fest auf.

Nacon Daija

Lizenziert

Die offizielle PlayStation-Lizenz resultiert darin, dass alle Tasten enthalten sind, die ein Gamer benötigt. Auf der rechten Seite liegen die klassischen Tasten (PS, Options, Share, L3, R3) sowie das Touchpad.

Wer auf Personalisierung steht, wird sich besonders über die Möglichkeit freuen, die NACON in diesem Fall ermöglicht. Ihr dürft unter der Abdeckung des Arcade Sticks euer eigenes Bild anbringen. Der Hersteller bietet dazu eine Schablone im PDF-Format an.

Den erforderlichen Schraubendreher findet man im Lieferumfang, aber passt sehr gut auf (!!!). Die Plexiglasplatte ist ziemlich empfindlich und zerkratzt sehr schnell. Also besser nicht abrutschen. Selbst harte bzw. längere Fingernägel können Spuren hinterlassen.

Nacon Daija

Modifikation leicht gemacht

Wem das Button-Layout oder gar der Stick nicht gefällt, kann diesen Daija ganz einfach modifizieren bzw. umbauen. Dazu wird das Gehäuse aufgeklappt, nachdem man die beiden roten Knöpfe an den Seiten einmal kräftig gedrückt hat. Dann lässt sich der Controller wie eine Motorhaube aufklappen und zum Vorschein kommt das Herz des NACON Daija. Alle gewünschten Änderungen lassen sich hier umsetzen.

Der Stick selbst lässt sich ganz einfach abmontieren und für die Buttons muss man lediglich die Steckverbindung lösen. Danach lassen sie sich nach oben herausschieben, wenn man die Halterung jeweils zusammendrückt. Das geht gut von der Hand. Da der Belegungsplan der Knöpfe aufgedruckt ist, kann man hier auch gerne mal etwas experimentieren. Der Ursprungszustand lässt sich sehr einfach wiederherstellen.

Das drei Meter lange USB-Anschlusskabel lässt sich leider nicht abnehmen. Das ist sehr schade, denn Arcade-Stick-Gamer sind mit ihrer Peripherie sicherlich öfter unterwegs, als es dem Kabel lieb sein könnte. Anschließen lässt sich zudem ein Headset, was ein deutlicher Pluspunkt ist.

Nacon Daija

Fazit

Der NACON Daija Arcade Stick ist nicht günstig, aber die absolut hochwertige Verarbeitung der ebenso hochwertigen Komponenten spricht für sich. Letztere lassen sich sogar ganz einfach modden. Der integrierte Klinke-Anschluss ist im direkten Vergleich mit der Konkurrenz ein echter Mehrwert, der recht sinnvoll ist. Durch die geschickte Positionierung kann der Gamer auch kurze Headsets problemlos anschließen. Auch wenn die Xbox auf der Kompatibilitätsliste fehlt, ist das kein Beinbruch, denn immerhin sind PS3, PS4 sowie der PC offiziell unterstützt.

Der einzige wirklich spürbare Negativpunkt liegt im Preis, der mit knapp 200€ (UVP) recht hoch angesetzt ist. Ist man aber auf der Suche nach einem top Produkt und hat die Kohle übrig, sollte beim NACON Daija Arcade Stick zugeschlagen werden.

Wertungsbox-Hervorragend

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