RPG-Action Adventure Kitaria Fables erscheint heute für PC und Konsolen

[Review] Kitaria Fables

Auf nach Pfotendorf

Der Publisher PQube und das Entwicklerstudio Twin Hearts veröffentlichten dieses Jahr ein besonders niedliches Action-Adventure-RPG mit Farm- und Handwerkselementen. Kitaria Fables. Ich durfte mit der Playstation 5 in die bezaubernde Welt eintauchen. Erhältlich ist das Spiel aber auch für die Xbox, die Switch und für den PC.

Die Geschichte beginnt vor langer Zeit; eine böse Macht, bekannt als die Kalamität, plagte das Land Canoidera mit feindlichen Monstern, bis eine Gruppe von Helden Frieden brachte, indem sie das Böse vorerst besiegte. Nyanza von Schnurr, auch bekannt als Nyan, ist eine Katzensoldatin, die vom Imperium aus der Hauptstadt nach Pfotendorf entsandt wurde. Ihr treuer Begleiter Macaron begleitet sie, um das idyllische Dorf vor einer Reihe von Monstersichtungen zu schützen. Hier beginnt eure Reise und der erste Kampf. Ihr lernt die Grundmechaniken und müsst ein kleines Mädchen vor Schleimmonstern beschützen.

Kurz nach unserer Ankunft in dem malerischen Pfotendorf treffen wir auf den Dorfvorsteher, der uns verzweifelt mitteilt, dass die Angriffe durch die Monster dramatisch zugenommen haben. Nyan beschließt daraufhin, sich in dem alten Bauernhaus der Familie in der Nähe einzuquartieren und von dort aus dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Bald stellen wir jedoch fest, dass die Störung nicht nur Pfotendorf, sondern das ganze Land Canoidera betrifft. Hier kommen wir als bewaffnete Katze genau richtig. Doch zuerst suchen wir unsere kleine Farm auf, die einst unserem Großvater gehörte. Hier könnt ihr Felder bestellen, im Bauernhaus euer Aussehen ändern, speichern und euch dann nach einem anstrengenden Tag ins Bett zu legen und mit neuer Energie in den neuen Tag zu starten.

Das Bauernhaus

Neben eurem Bauernhaus findet ihr alle benötigten Werkzeuge in einer Kiste. Eine Harke, um Felder für eure Samen zu bearbeiten, eine Gießkanne, um die Samen zu gießen, eine Axt, um Bäume zu fällen, eine Spitzhacke, um Steine zu entfernen oder Erz abzubauen und eine Sense, mit der ihr eure reifen Früchte ernten könnt.

Kauft Samen bei einem Händler, bearbeitet den Boden, pflanzt die Samen ein, gießt diese jeden Tag und schon kommt ihr weiter. Farming eben. Allerdings ist zu empfehlen die Gießkanne so schnell wie möglich bei dem Schmied verbessern zu lassen, da ihr so mehrere Felder gleichzeitig bewässern könnt. Sonst müsst ihr jedes Feld einzeln bewässern, was auf Dauer etwas anstrengend werden kann. Ebenso könnt ihr eure Güter selbstverständlich verkaufen, um euch so neue neue Bekleidung oder Waffen zu finanzieren.
Allerdings rückt das Farming in Kitaria Fables eher in den Hintergrund. Man kann Nahrung zu sich nehmen, um sich in Kämpfen zu heilen. Aber warum Nahrung anbauen, wenn man einen Zauber verwenden kann, der denselben Effekt hat? Oder warum die Ernte gegen Bargeld verkaufen, wenn Ihr hochwertige Ausrüstung oder Gegenstände von Monstern erhalte und für mehr Geld verkaufen könnt?
Für mich gab es so leider keinen Anreiz, die Farm zu erweitern. Tatsächlich habe ich einen großen Teil des Spiels durchgespielt, ohne meine Farm zu bewirtschaften.

Nyan und ihr treuer Begleiter

Nyan ist größtenteils stumm, und ihre Äußerungen zu Situationen und in Gesprächen sind oft mit Emoticons über ihrem Kopf oder der gelegentlichen Dialogoption verbunden. Macaron hingegen übernimmt die Führung in Gesprächen. Sie teilt oft mit gemeinsam mit uns zu kämpfen, jedoch nimmt sie nur an Dialogen teil. In Kämpfen unterstützt sie uns leider nicht.

Wir können Nyan ein wenig Persönlichkeit verleihen, indem wir die Fellfarbe im Bauernhaus auf unserer Farm vor unserem Spiegel ändern oder später verschiedene Rüstungen kaufen, die unser Aussehen und unsere Werte verändern.

Canoidera

Die Welt von Canoidera ist unglaublich niedlich und liebevoll gestaltet. Auch die Monster sind eher süß als furchterregend. So müsst ihr Fledermäuse Namens „Flauschi“ bekämpfen. Die größere und stärkere Version dieser Flauschis wird dann zum „Großflauschi“. Ein absolut kindgerechtes Abenteuer und für Einsteiger geeignet.

Euch erwarten einige Quests von den niedlichen Dorfbewohnern. Oftmals gehört das Übermitteln von wichtigen Nachrichten und Informationen an andere tierische Bewohner von Canoidera, die sich irgendwo auf der Karte befinden. So werdet ihr des Öfteren vom gut ausgebildeten, kaiserlichen Soldaten zum Boten. Oder ihr müsst bestimmte Gegenstände wie Rohstoffe und Lebensmittel sammeln. Um Rohstoffe zu erhalten, bekämpft ihr Monster für Monster und Monster, bis ihr die benötigte Anzahl erbeutet habt. Für die Lebensmittel kommt die Farm ins Spiel und ihr beginnt damit Obst und Gemüse anzubauen. So erfüllt ihr die Wünsche der Bewohner und könnt die Quests abschließen.

Kämpfe, Waffen und Magie

Gegen die Monster tretet ihr in Echtzeit-Kämpfen an, welche den Großteil der Spielzeit bestimmen. Wählen könnt ihr zwischen verschiedenen Waffen und Zaubersprüchen. Nyan kann ihre Gegner mit Schwert, Bogen oder Magie  bekämpfen. Genau, Magie!  In Canoidera ist das Wirken von Magie eigentlich verboten. Aber dieses Verbot gilt nicht für euch. So lernt ihr schnell einige Zaubersprüche. Mit Hilfe von erbeuteten Gegenständen könnt ihr später neue Zauber freischalten, die es wirklich in sich haben!
In den Kämpfen habe ich mich für das Schwert entschieden. Hiermit komme ich besonders nah an die Feinde heran, kann ihnen hohen Schaden zufügen und gleichzeitig durch Rollen den Angriffen ausweichen. Bei stärkeren Gegnern habe ich dann Magie angewandt. Entweder um mich selbst zu heilen oder den Gegnern weiteren Schaden aus der Ferne zuzufügen.

Im Kampf gegen die Monster solltet ihr taktisch vorgehen. Sobald ihr Magie oder Waffenfähigkeiten einsetzt, kostet es euch Magiepunkte. Diese können regeneriert werden, indem ihr euren Gegner mit der Waffe trefft. Im richtigen Zeitpunkt ausweichen ist also wichtig! Ansonsten kann es passieren, dass ihr betäubt, vergiftet oder eingefroren werdet. Seid ihr zu langsam wird euer Bildschirm schwarz und ihr wacht in eurem Farmhaus wieder auf. Der Vorteil ist, dass ihr weder Gegenstände noch Geld verliert. Das habe ich das ein oder andere Mal ausgenutzt, da ich keine Lust hatte einen längeren Weg zu laufen, um eine Quest abzugeben.

In Kitaria Fables gibt es kein Levelsystem, aber man kann bei Händlern einige Upgrades für seine Waffen, Zauber und Kleidung kaufen oder beim Schmied verbessern lassen. Für Waffenupgrades müsst ihr Gegenstände sammeln und von Monstern erbeuten sowie einen gewissen Geldbetrag zahlen. Das teilweise mühselige Sammeln lohnt sich aber. Denn je nach Upgrade, wird eure Angriffskraft verdoppelt, was sich in den Kämpfen sofort bemerkbar macht.

Liebevolle und harmonische Gestaltung

Allerdings ist auch das Kampfsystem, wie das Farming in Kitaria Fables, eher einfach gehalten. Ebenso auch die verschiedenen Orte und Schauplätze. Scheinbar werden die Dörfer nur von Händlern und Soldaten bewohnt. Oder die anderen Bewohner verbringen den ganzen Tag in ihren gemütlichen Häusern. So wirken die Orte etwas leblos und verlassen. Allerdings sind die NPCs, die wir zu Gesicht bekommen, Häuser und Gegenstände sehr liebevoll und harmonisch gestaltet. Die Musik ändert sich von Gebiet zu Gebiet und ist wirklich passend sowie atmosphärisch. Das ein oder andere Gebiet habe ich fröhlich summend durchquert.

Es gibt über 20 Zonen auf der Karte zu entdecken. Jedoch riesig sind diese Bereiche nicht. Wollt ihr von der einen Zone in die andere Zone laufen, werdet ihr recht häufig von Ladebildschirmen begleitet. Das hat mich persönlich das ein oder andere Mal gestört. Nach dem Beenden des Spiels, habt ihr die Möglichkeit noch ein paar Nebenquests zu erledigen. Allerdings konnte ich mich hier nicht wirklich motivieren, da der zusätzliche Anreiz fehlte.

Etwas Abwechslung bietet der Koop-Modus. Hier könnt ihr euch zu zweit bei der Erledigung von Quests und bei der Farmarbeit unterstützen. Die Monster werden auch nicht stärker, sodass ihr diese im Team schneller besiegen könnt. Allerdings liegt der Fokus auf dem 1. Spieler, welcher die Quests annehmen muss, damit ihr im Abenteuer weiter voranschreitet.

Fazit

Beim Spielen habe ich mir Zeit gelassen und viele Details begutachtet. Ich habe etwas über 20 Stunden in Canoidera verbracht. Aber das kommt natürlich darauf an, wie ihr spielt. Ich habe mir, wie eben schon erwähnt, alles in Ruhe angesehen und auch die Charaktergestaltung auf mich wirken lassen. Es war ein kleines, niedliches Abenteuer für ein paar entspannte Abende auf dem Sofa. Jedoch mit mehr Action als Farming. Wenn ihr ein leichtes, süßes Abenteuer sucht, kann ich euch Kitaria Fables empfehlen. Vor allem für die jüngeren Familienmitglieder oder als RPG-Einstieg.

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Was können wir verbessern?

Kitaria Fables

6.8

Grafik

7.0/10

Sound

7.5/10

Gameplay

7.0/10

Umfang

6.0/10

Spielspaß

6.5/10

Pros

  • Niedliche Gestaltung
  • Passende Musik
  • Einsteigerfreundlich

Cons

  • Seichte Story
  • Teilweise mühseliges Sammeln

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