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[Review] Skul: The Hero Slayer

Hades hat letztes Jahr gezeigt wie erfolgreich Roguelike Titel sein können. Das liegt nicht nur daran, dass das grundsätzliche Spielprinzip einfach zu lernen ist aber enorm schwer zu meistern, sondern auch an die süchtigmachenden niemals gleichbleibenden Durchläufe. Auch wenn man immer wieder von neuen anfängt, bekommt man durch permanente Statusboni immer mehr Verbesserungen. Skul: The Hero Slayer ist hierbei keine Ausnahme, doch was es richtig interessant macht ist die Tatsache, dass das kleine Skelett unterschiedliche Köpfe mit Fähigkeiten mit sich herumtragen kann. Ob der Indie Titel genauso erfolgreich sein kann wie Hades oder Dead Cells, klären wir im Test!

Ein kleines Skeltt ganz alleine …

Der erbitterte Kampf um das Vorrecht in der Welt von Caerleon hat ihre Spitze erreicht. Das Imperium hat sich mit den Helden der Welt zusammengeschlossen, um den Dämonenkönig ein für alle Mal den Gar auszumachen. Dessen Schergen weigern sich natürlich den Menschen den Sieg zu gönnen und wehren sich mit allen Mitteln dagegen, doch vergeblich. Der Dämonenkönig wird in einer unerbittlichen Schlacht gefangengenommen und seine Kameraden getötet. Nur ein kleines Skelett bleibt übrig, Skul. Dieser nimmt all seinen Mut zusammen und macht sich ganz alleine auf den Weg das Imperium zu stürzen und seinen König zu befreien, doch einfach wird das nicht. Glücklicherweise findet das Skelett schnell Verbündete. Mit der Hexe an seiner Seite bekommt er die Fähigkeit sich auch nach dem Tod wieder zu regenerieren und den Kampf nochmals aufzunehmen. Aber die Hexe soll nicht seine einzige Verbündete bleiben. Im Laufe des Spiels findet Skul weitere Freunde, diese müssen aber erst befreit werden.

Skul: The Hero Slayer
Auf seiner Reise findet Skul auch Verbündete

Pixelig Old School

Die Entwickler rund um Skul: The Hero Slayer haben sich dafür entschieden das Spiel in einer 2D Pixel Umgebung einzubetten. Das hört sich zu Beginn zwar nach einem faden Old School Klassiker an, doch dem ist nicht so. Es macht Spaß, das kleine Skelett durch pixelige Wälder zu begleiten und gegen Helden antreten zu lassen. Besonders hervorzuheben ist das Artdesign der Charaktere und der Protagonisten. Farblich und stilistisch sind diese optimal zu den Figuren angepasst.

Skul: The Hero Slayer
Retro heißt es bei Skul!

Täglich grüßt das Murmeltier

Skul: The Hero Slayer ist ein typischer roguelike Titel. Das bedeutet, dass nach jedem Tod das Spiel komplett von vorne anfängt. Naja, nicht komplett, denn während eines Laufes könnt ihr Kristalle einsammeln. Diese helfen euch dabei neue permanente Boni freizuschalten. Darunter mehr Leben, eine höhere Angriffskraft oder kürzere Cooldowns. Wie ihr die Punkte dabei verteilt bleibt komplett euch vorbehalten. 

Mit Köpfchen gegen das Imperium

Doch worin besteht nun der wesentliche Unterschied zu anderen Vertretern des Genres? In Skul: The Hero Slayer habt ihr die Möglichkeit die Klasse zu ändern und dass durch unterschiedliche Köpfe. Zu Beginn von jedem Abenteuer startet das kleine Skelett mit seinem Standard Kopf. Dieser hat zwei Fähigkeiten. Die erste erlaubt es euch den Kopf zu werfen und Schaden zu verursachen. Mit dem zweiten Skill könnt ihr euch zu dem Kopf direkt teleportieren. Findet man nun einen zweiten Schädel, verwandelt sich Skul in diese Figur und besitzt komplett andere Fähigkeiten und Angriffe. Hat unser Held mit seinem Standardoutfit zuerst mit dem Schwert zugeschlagen, kann er mit dem „Robin Hood“ Outfit plötzlich mit Pfeil und Bogen umgehen. Insgesamt gibt es über 30 verschiedene Klassen die entdeckt werden wollen. Manche sind von Anfang an freigeschaltet, andere müssen erst durch freigespielt werden. Besonders liebevoll anzuschauen ist die Tatsache, dass gewisse Köpfe Anspielungen auf andere Spieltitel sind. So kann man mit dem Kopf von Kratos gesamte Heerscharen das Fürchten lehren. Das Haupt von dem Protagonisten aus Dead Cells lässt Schriftrollen fallen die einem stärker machen, einfach fantastisch! Aber man braucht nicht verzagen, wenn der aktuelle Schädel nicht zum Spielstil passt, denn das Skelett kann ganz komfortabel seinen Kopf wechseln.   

Skul: The Hero Slayer
Durch die verschiedenen Köpfe lassen sich unterschiedliche Klassen spielen
Skul: The Hero Slayer
Anspielungen auf andere Titel sind auch dabei

Die Qual der Wahl

Im Kampf gegen das Imperium, muss man durch verschiedene Levels vordringen und dort die einzelnen Ebenen abschließen. Um eine Ebene abschließen zu können, muss man alle darin befindlichen Gegner ausschalten. In Skul: The Hero Slayer stellt man sich naturgemäß natürlich nicht zähnefletschende Monster, sondern normale Menschen, aber auch die haben es in sich. Einer der größten Herausforderungen ist es nämlich die Eigenart und das Moveset der Feinde in- und auswendig zu lernen. Sogar die einfachsten Soldaten können hierbei schon zur Herausforderung werden. 

Ist die Ebene schlussendlich gesäubert, hat man die Wahl zwischen zwei bis drei Tore. Je nachdem welches man passiert, bekommt im nächsten Level eine dementsprechende Belohnung. Neben den wichtigen Schädeln, kann man auch Geld oder Artefakte bekommen. Zweiteres verleiht zusätzliche Fähigkeiten die den Spielverlauf enorm vereinfachen. So kann man durch einen gewissen Gegenstand Bomben werfen, wenn der Schädel gewechselt wird. 

Hat man das Ende eines Biomes erreicht, erscheint der Endboss. Diese fordern noch einmal das gesamte Können des kleinen Skeletts. Nur durch die richtigen Bewegungen und das punktgenaue Treffen hat man überhaupt eine Chance gegen sie.        

Skul: The Hero Slayer
Bei den Bossen muss man sein gesamtes Können einsetzen

Fazit

Es hat zirka 20 Stunden gedauert bis ich das erste Mal Skul: The Hero Slayer durchgespielt habe. Das ist ungewöhnlich für ein Roguelike Titel, aber umso befriedigender war es, als ich den Abspann sehen durfte. Das kleine Skelett hat mich mehr gefesselt als ich dachte. Auch wenn die Story nur nebensächlich ist, hat man das Konzept mit den verschiedenen Klassen überzeugt. Da das Gameplay dadurch immer unterschiedlich ist, tritt auch keine Langeweile ein. Hat man aber den Punkt erreicht wo man das meiste erkundet hat, lässt der Erkundungsdrang naturgemäß nach.

Das Spiel bietet im Großen und Ganzen aber genug an, um viele Stunden Freude und Motivation zu verbreiten. Ist man auf der Suche nach einem Roguelike Titel mit coolen neuen Features, wird man von Skul: The Hero Slayer sicher nicht enttäuscht werden.       

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Skul: The Hero Slayer

8

Grafik

8.0/10

Sound

8.0/10

Gameplay

8.0/10

Umfang

8.0/10

Spielspaß

8.0/10

Pros

  • Unterschiedliche Klassen
  • Anspielungen auf andere Titel
  • Pixeliger Look passt ins Setting

Cons

  • Nebensächliche Story
  • Fehlendes Tutorial

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