Splatoon 3

[Review] Splatoon 3

Wichtige Nintendo-Titel werden in der Regel stark gehyped. Bei so starken Marken wie Splatoon ist die Fanbase entsprechend groß, sodass bereits im Vorfeld buchstäblich die Hölle am Markt los ist. Von Vorfreude über das Pre-Release-Splatfest bis hin zum Tag der Veröffentlichung war ich dabei und konnte es kaum erwarten, Splatoon 3 endlich zu zocken. Ob sich das Videospiel lohnt und wer enttäuscht sein könnte, klären wir im Folgenden.

Never touch a running system

Wer schon Splatoon gezockt hat, kommt im dritten Teil sofort klar. Grundsätzlich hat sich die Steuerung nicht verändert und lediglich die Protagonisten wurden wieder durchgewechselt. In der Kampagne sind wir, wen wundert es, tatsächlich einfach „Nr. 3“ und müssen die Spielwelt vom „Flausch“ befreien. Mehr werde ich dazu an dieser Stelle nicht sagen, um potentielle Käufer nicht zu spoilern.

Abwechslungsreiche Spielwelt

Das Gameplay beschreibe ich für Anfänger als einfach und für Veteranen der Series als ein wenig zu einfach. Dennoch kommt viel Spaß in der Kampagne auf. Neben „normalen“ Leveln, die man jeweils mit drei verschiedenen Waffen abschließen sollte, wurde eine breite Vielfalt an Leveln in Splatoon 3 bereitgestellt. Es existieren Stages für Sniper, für schnelle Reaktionen, Geschicklichkeit und vieles mehr. Die breite Auswahl habe ich als sehr erfrischend wahrgenommen und sorgt für genug Abwechslung, dass man am Ball bleiben möchte und die Kampagne nicht verteufelt.

Splatoon 3

Zu einfache Bosse

Bis auf das eine oder andere Level kommt man extrem zügig durch den Single-Player durch. Enttäuschend waren für mich persönlich die Bosskämpfe, die keine echte Herausforderung in Splatoon 3 sind. Selbst das Finale geht recht einfach und locker von der Hand. Wo ich im zweiten Teil der Serie noch mehrfach Bosse neustarten musste, fliege ich jetzt buchstäblich durch.

Wirklich neu sind unser kleiner Freund Salmini sowie eine Art Skill-Tree, der mit und mit erweitert wird. Für diese neuen Skills werden sammelbare Gegenstände benötigt, die überall in der Spielwelt zu finden sind. Alles in allem kommt man aber auch ohne Verbesserungen durch die Kampagne.

Wider der letzten Abschnitte macht der Single-Player extrem viel Spaß und hat mich gefesselt, da Leveldesign und die Abwechslung einfach überzeugen. Letztlich dürften einige User die Kampagne nur zocken, um Tickets für den Imbiss im Multiplayer zu erhalten.

Splatoon 3

Genug Abwechlung

Splatoon 3 bietet einen Story-Modus, den Salmon Run, das neue Minigame Revierdecks und natürlich die klassischen Multiplayer-Modi wie Revierkampf und Co.

Langweilig wird es in Splatoon 3 also definitiv nicht. Egal ob Gyro- oder normale Controllersteuerung, es ist für jeden was dabei. Mit dem neuen Kartenspiel „Revierdecks“ bin ich nicht wirklich warm geworden, obschon es gar nicht so schlecht ist. Nach ein paar Matches hat man den Dreh schon raus. Grundsätzlich geht es darum, mit einem vorgefertigten Deck mehr Fläche als der Gegner zu markieren. Mit selbst zusammengestellten Kartensammlungen wird es aber durchaus fordernd auf den höheren Schwierigkeitsstufen.

Wer gerade nicht alles mit Farbe beschießen möchte, kann sich im Spind-Raum austoben und seinen eigenen Schrank nach Belieben gestalten. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mehr Gegenstände und Aufkleber verdient ihr im Story-Modus oder über Level-Ups im Multiplayer für den Katalog. Ab Spieler-Stufe 15 wird der Spind sogar noch vergrößert und bietet mehr Raum für euer Zeug.

Tolle Lobby

In der Lobby melden wir uns nicht nur für die Matches an, sondern finden den genannten Spind, den Kiosk für Boosts und auch eine große Trainingsfläche, wo nicht nur die Wartezeit bis zum nächsten Match überbrückt werden kann. Wer fest mit seinen Freunden in einem Team zocken möchte, sollte einen Raum öffnen. Schließen sich Nintendo-Switch-Freunde einfach so eurem Kampf an, können sie auch im gegnerischen Team landen.

Splatoon 3

Fehler in der Datenübertragung

Die Meldung der Überschrift dürfte jedem Nintendo-Spieler ein Begriff sein. Leider hat auch Splatoon 3 seit der Weltpremiere mit massiven Problemen zu kämpfen.

Habt ihr die richtige Waffe für euch gefunden, bockt der Online-Multiplayer extrem. Es macht einfach viel Spaß, die Level zu färben und Gegner abzuwehren. Persönlich bin ich ein Färber und nicht unbedingt auf Kills aus. Aber selbst dann spielt ihr eine wichtige Rolle in eurem Team, denn wer noch oder wieder im Spawn steht, kann nichts für sein Team einfärben. Leider bietet Nintendo zu Splatoon 3 keine Demo, also müsst ihr euch im Live-Stream oder YouTube ein Bild vom Gameplay machen.

Splatoon 3

Amiibo können „mitgenommen“ werden

Lange war unklar, ob auch der dritte Teil wieder Support für Amiibo haben wird. Kurz vor Veröffentlichung wurde dies in einer „Direct“ bestätigt und auch neue Figuren für Ende 2022 angekündigt.

Wer bereits Splatoon 2 gezockt und Amiibo verwendet hat, kann diese jetzt einfach einlesen und hat sofort Zugang zu allen Ausrüstungsteilen, was einen zeitlichen Vorteil bedeutet. Nach rund zehn Stunden am Releasetag hatte ich schon alles freigeschaltet. Von daher kann man diesen Punkt auch vernachlässigen. Letztlich benötigen Spieler jetzt ohnehin erstmal ein Splatfest, um Muscheln zu verdienen, die zusätzliche Slots auf den Items gewähren und die Sternewertung erhöhen (können).

Wichtige App

In der Nintendo Switch Online App erhalten wir wichtige Infos zum Spiel, Statistiken und können auch wieder Klamotten bestellen, die bei Sid, sitzt wieder neben dem Eingang zu Lobby, abgeholt werden. Das SplatNet 3 bietet allerhand Features, die nicht zu vernachlässigen sind. Außerdem ist auch wieder Sprach-Chat möglich, wobei ich diesen nicht regelmäßig eingesetzt habe. Die meisten Zocker haben heutzutage Discord, sodass dieses Feature in der App, zumindest von älteren Usern, kaum eingesetzt werden wird.

Fazit

Splatoon 3 wird seinem Hype durchaus gerecht, wobei mich die Bosskämpfe der Kampagne schon enttäuscht haben. Diese waren bei den Vorgängern knackiger und fordernder. Dennoch ist der Farb-Shooter ein richtig gutes Videospiel. Es gibt viel zu entdecken, nicht zu viel Backtracking und eigentlich alles, was sich Spieler gewünscht haben.

Der dritte Teil der Serie ist sowohl für Veteranen als auch Neueinsteiger geeignet und Nintendo hat an vielen Stellen wichtige Verbesserungen eingebaut. Lediglich das instabile Matchmaking nervt extrem. Ich frage mich auch, wie man in 2022 noch solche Probleme haben kann, dass so viele Partien einfach abbrechen. Wieso hat Nintendo mit Splatoon 1 und 2 sowie Mario Kart nichts dazu gelernt und macht mit jedem Multiplay-Release wieder die gleichen Fehler? Man weiß es nicht, aber Splatoon 3 macht so einen Spaß, dass man sich nur kurz ärgert, ggf. mal die Konsole neustartet und sich dann unmittelbar wieder zum nächsten Match anmeldet.

Die Neuerung beim Splatfest hat sich mir persönlich nicht ergeben. Statt zwei Teams, kämpfen jetzt ab und zu auch drei Teams gegeneinander. Man landet also nicht immer in Dreier-Kämpfen, sondern eher selten und mit Patch 1.1.1 sogar nochmal weniger wahrscheinlich. Warum wurde dann überhaupt eine solche Neuerung eingeführt, wenn ich sie als Spieler so gut wie nicht zu Gesicht bekomme? Bereits zur Welt-Premiere vor der Veröffentlichung hatte ich in sechs Stunden gerade mal drei solcher Kämpfe.

Summa Summarum ist Splatoon 3 ein Pflichtkauf für Switch-Spieler und ein AAA-Titel, der sein Geld wert ist. Ob der Preis nochmal auf 42,99€ landet, wie zum Release, bleibt offen, aber auch den Vollpreis ist das Game allemal wert.

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Was können wir verbessern?

Splatoon 3

8.7

Grafik

8.5/10

Sound

9.0/10

Gameplay

8.5/10

Umfang

9.0/10

Spielspaß

8.5/10

Pros

  • Toller Story-Modus
  • Viel Freischaltbares
  • Viel Abwechlung
  • Amiibo-Support
  • SplatNet 3 mit vielen Features

Cons

  • Viele Abbrüche (online)
  • Geschichte eher banal

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