[Test] – 16 GB HyperX Fury DDR4 RGB (HX432C16FB3AK2/16)

Für den äußerst unwahrscheinlichen Fall das jemand Kingston und die Marke HyperX nicht kennen sollte hier ein paar Eckdaten. Kingston wurde 1987 gegründet, das zunächst erste und einzige Produkt war ein Speichermodul. Im Jahre 2002 „erfand“ man die Marke HyperX. Unter der Marke werden hauptsächlich Gamingkomponenten vertrieben: Headsets, Mäuse sowie SSDs und Speicher. Die HyperX Produkte genießen für gewöhnlich unter Spielern einen sehr guten Ruf.

Schauen wir uns zunächst die technischen Spezifikationen der Riegel und des Testsystems an.

Technische Spezifikationen (RAM-Kit)

Modul DDR4 DIMM 288-Pin
Modell Fury RGB
Verpackung Dual Kit
Speichergröße 16 GB
Speichertyp DDR4-3200
Speichertakt 3200 MHz
JEDEC PC4-25600U
Anzahl Module 2
Modulgröße 8 GB
Beleuchtung LED RGB
Kühlung Heatspreader
CAS Latency (CL) 16
RAS Precharge Time (tRP) 18
RAS-to-CAS Delay (tRCD) 18
Spannung 1,35 Volt
Besonderheiten Intel XMP 2.0, zwei Profile
Farbe schwarz
Höhe 41,24 mm

Technische Spezifikationen (Testumgebung)

Mainboard ASUS ROG Strix B450-F Gaming
CPU Ryzen 7 2700
CPU-Kühler Corsair H100i RGB Platinum SE
GPU ASUS Dual Radeon RX 580 OC, DUAL-RX580-O8G
SSD Samsung SSD 850 PRO 512GB
Netzteil Corsair RMx White Series RM750x

Design

Die RGB Version HyperX Fury Speicher sind mit 41,24 mm gerade mal sieben Millimeter höher als ihr unbeleuchtetes Pendant (34,04 mm). Die Optik wirkt zunächst sehr schlicht und einfach, man könnte auch sagen unaufdringlich, elegant. Sowohl der Heatspreader als auch das PCB sind in schwarz gehalten. Bei genauerer Betrachtung wirken die Bausteine durchaus aggressiv wie eine Furie womit sie ihrem Namen gerecht werden. Der Kühlkörper umfasst die RGB-Leiste fast schon wie in einem Würgegriff. Das typisch in silber gehaltene HYPERX gibt dem Speicher seine ganz eigene Charakteristik die Fans der Marke lieben. Die feinen Maserungen auf den Kühlelementen runden den optische Eindruck ab. Die LEDs können durch das gesamte Farbspektrum geschaltet werden. Des Weiteren sind an Effekten die üblichen Verdächtigen wie „atmend“,  „Herzschlag“, „Komet“, „Regenbogen“ und anderen zu finden. Wer sich vorher ein Bild der Beleuchtung machen möchte sollte sich die interaktive Demo auf der Webseite anschauen.

Erläuterung zum Testverfahren

Alle Benchmarks bzw. Tests wurden drei mal durchgeführt und jeweils das beste und das schlechteste Ergebnis gestrichen. Dies geschieht in der Annahme, dass es sich um positive bzw. negative Ausreißer handelt. Die Benchmarks wurden zum Teil mit der BIOS Version 2801 und 2901 durchgeführt. Die genutzte Version ist in den unten stehenden Ergebnissen aufgeführt. Da das Update unter anderem die Stabilität von RAM adressiert, erwarte ich schlechtere Ergebnisse mit der neuen Version. Das Windows Betriebssystem wurde nach jedem Durchgang zurückgesetzt und es waren nur die für die jeweiligen Tests notwendigen Applikationen installiert. Um die Werte vergleichen zu können wurden die gleichen Tests außerdem noch mit einem Paar TeamGroup T-Force Night Hawk RGB (TF2D416G3200HC16CDC01) durchgeführt.

Testergebnisse

 

In Borderlands gibt es kaum einen Unterschied. Auffällig ist jedoch, dass das Spiel anscheinend mit den HyperX bei niedrigerem Takt und dafür geringeren Latenzen ein µ (My) besser zurecht zukommen scheint.

Im Time Spy Benchmark von 3DMark schneiden die Kingston Speicher gegen die Night Hawks sichtlich besser ab. Zwischen den Riegeln von TeamGroup liegen jeweils ca. 270 Punkte. Dies ist immerhin ein Unterschied von knapp 4%. Die Differenz zwischen den BIOS Versionen beträgt je ca. 300 Punkte (4,3%). Time Spy benutzt DirectX 12.

Der Fire Strike Benchmark ist DirectX 11 basiert. Hier liegen zwischen den BIOS Versionen jeweils satte 1.000 Punkte. Prozentual schlägt sich das mit einem Unterschied von etwa 5,7 nieder. Zwischen den Riegeln von Kingston und TeamGroup liegen ca 100 Punkte zu Gunsten der HyperX, also um 0,5%.

Ich habe noch ein paar zusätzliche Tests gemacht unter anderem mit PerformanceTest 9.0 von Passmark sowie noch weitere Benchmarks innerhalb von AIDA von FinalWire. Aber um ehrlich zu sein sind die Ergebnisse nicht sonderlich aufregend.

Es gibt keinen Test/Benchmark in dem einer der Riegel extrem hervorsticht. Auffällig ist, und im Prinzip ist es ja auch logisch, dass die Kingston sofern man sie mit 3.000 MHz laufen lässt den 3.200 MHz getakteten Speichern unterlegen sind. Aber auch nicht so gravierend, dass man sagen könnte, dass man unbedingt Speicher mit 3.200 MHz kaufen muss.

Die Preisspanne ist so gering, dass es wirtschaftlich eigentlich keinen Sinn macht, nicht zu Speichern mit höheren Taktraten zu greifen. Um es in absoluten Zahlen auszudrücken sprechen wir von einem Unterschied von ca. fünf Euro. Selbst wenn das Mainboard älter sein sollte und keine Taktraten von 3.200 MHz zulässt, sind die fünf Euro mehr es absolut wert. Denn klar ist, langsamer werden Speicher in Zukunft nicht.

Fazit

Bei Kingston hat man sich auf das wesentliche konzentriert und mit den HyperX Fury RGB einen RAM geschaffen, der in einem schlichten und eleganten Design daher kommt. Er wirkt dennoch durchaus aggressiv, sieht dabei gut aus und wenn man das möchte leuchtet er „blau“. In Sachen Leistung verspricht der Speicher das was drauf steht. Die Module von SK Hynix werden um ca. 600 MHz verglichen zum JEDEC Standard übertaktet. Dank Infrarot-Technik laufen die RGB-Streifen der beiden Riegel auch ohne Software synchron.

Apropos Software: es gibt von Kingston zwar eine Windows 10 App mit der man die Einstellungen der Riegel steuern kann. Notwendig ist diese allerdings nicht zwingend, wenn man ein halbwegs aktuelles Board besitzt mit ASUS AuraSync, Gigabyte RGB Fusion, etc. Im Normalfall kann der Speicher dann über die Mainboard Software gesteuert werden. Dies ist zumindest bei meiner Asus Hauptplatine so der Fall.
Ich möchte dennoch lobend erwähnen, dass die Software von Kingston sehr intuitiv zu bedienen ist und man sich auch dort auf das wesentliche beschränkt hat. Einzig, dass es eine Windows 10 App ist, könnte dem einen oder anderen sauer aufstoßen.

Kurzgesagt hat Kingston mit den HyperX Fury RGB einen Speicher erschaffen, der hält was er verspricht und sich im Rahmen der Spezifikation gut schlägt. Anders als sonst üblich bieten die Speicher zwei XMP-Profile. Dies ist insofern ungewöhnlich, da die meisten Hersteller sonst nur eines programmieren. Der Kühlkörper sieht dabei klasse aus. Das Design insgesamt wirkt sehr stimmig und unaufdringlich. Wer beleuchteten Speicher sucht und dabei ein eher klassisches, schlichtes Design bevorzugt sollte die HyperX definitiv in die engere Auswahl einbeziehen.

Wertungsbox-Meisterhaft

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