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Über 40 Prozent der Online-Shopper kaufen Gebrauchtes im Netz

Weniger Müll, mehr Nachhaltigkeit: Gebrauchte Produkte statt Neuware zu kaufen ist bei vielen Online-Shoppern beliebt. 40 Prozent nutzen mittlerweile Vinted, Ebay Kleinanzeigen, Shpock und andere, um online Second-Hand-Artikel zu erstehen. Dabei kaufen Frauen (44 Prozent) über entsprechende Plattformen deutlich aktiver ein als Männer (36 Prozent). Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren kauft sogar mehr als die Hälfte (52 Prozent) Gebrauchtes im Netz – bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 41 Prozent, 37 Prozent bei den 50- bis 59-Jährigen und ein Viertel der über 60-jährigen Online-Shopper (25 Prozent). Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.109 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach kann sich auch ein weiteres Viertel (28 Prozent) vorstellen, künftig Gebrauchtes statt Neuware im Netz zu kaufen. „Je länger funktionierende Produkte genutzt werden, desto nachhaltiger sind sie – das gilt für IT-Geräte ebenso wie für Möbel oder Kleidung“, sagt Niklas Meyer-Breitkreutz, Referent für Digitalisierung und Nachhaltigkeit beim Bitkom. „Digitale Plattformen sind meist einfach zu bedienen und helfen dabei, dass Produkte wiederverwendet und damit möglichst lange genutzt werden können.“

Besonders Jüngere nutzen Vinted, Ebay Kleinanzeigen, Shpock und Co.

Grundsätzlich besteht ein großes Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher an nachhaltigen Angeboten beim Online-Shopping, allerdings liegt die tatsächliche Nutzung dieser Angebote oft noch deutlich darunter: So können sich 56 Prozent vorstellen, künftig bewusst mehrere Bestellungen zu bündeln und auf denselben Liefertag zu legen – doch erst ein Fünftel (21 Prozent) tut dies bereits. 59 Prozent haben Interesse an Reparaturservices von Online-Händlern, um defekte Produkte wieder instand setzen zu lassen – 13 Prozent nutzen entsprechende Angebote tatsächlich. Jeder und jede Achte (12 Prozent) nutzt Möglichkeiten, mit einem Online-Kauf auch für Umweltprojekte zu spenden oder Bäume zu pflanzen – fast die Hälfte (48 Prozent) kann sich dies künftig vorstellen. Und 8 Prozent zahlen bereits einen kleinen Aufpreis für eine CO2-Kompensation ihrer Paketlieferungen. Ein Drittel (34 Prozent) hat daran künftig Interesse. „Mithilfe digitaler Technologien können wir Transportwege vermeiden, Verpackungsmaterialien reduzieren und auch Lieferketten transparenter machen“, so Meyer-Breitkreutz.

Nachhaltigkeit wird beim Internet-Kauf wichtiger – aber es gibt noch viel Potenzial

Die Online-Shopper in Deutschland nehmen beim Thema Nachhaltigkeit die Händler in der Pflicht: 81 Prozent sehen vor allem sie in der Verantwortung, den Online-Handel nachhaltig und klimaschonend zu gestalten. 92 Prozent meinen auch, die Händler sollten möglichst viele Waren in denselben Karton packen. 86 Prozent finden, die Kartons für die bestellten Waren seien oft viel zu groß. Und 61 Prozent wünschen sich eine geringere Umweltbelastung durch den Lieferverkehr, indem die Paketzustellung nur noch mit Elektroautos oder -fahrrädern erfolgt.

Quelle: bitkom

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